Das Ziel vor Augen: den Fahrplan zur vollständigen Genesung planen!

Das Ziel vor Augen: den Fahrplan zur vollständigen Genesung planen!

Mit dem Erhalt einer Krebsdiagnose steht man am Anfang einer Reise, ich vergleiche es gerne mit der Teilnahme an der Rallye Paris – Dakar : Am Start muss man das Ziel vor Augen und einen Fahrplan haben. Der erste Schritt ist die Wahl des richtigen Geländeautos – in unserem Fall die Wahl der passenden Therapie. Hat man den geschafft, ist das Ziel – die Gesundung – schon sehr nah.

Doch wie gehe ich an die Sache ran? Wie erstelle ich einen Fahrplan?

Viele Personen verlassen sich bei einer Krankheit wie Krebs darauf, was ihnen der erste konsultierte Arzt, der die Diagnose stellt, rät und vertrauen auf dessen Einschätzung – ohne diese in irgendeiner Form zu hinterfragen.  Ich habe den höchsten Respekt vor jedem Arzt und jeder Ärztin. Sie leisten nach ihrem besten Wissen und Gewissen unglaubliche, komplexe und anspruchsvolle Arbeit unter höchstem Druck für den Patienten. Doch manchmal reicht im Alltag die Zeit eines Arztes einfach nicht aus um die neuesten Studien zu lesen oder sich mit speziellen Eigenheiten einer Krebserkrankung auseinander zu setzen. Der Arzt oder die Ärztin wird versuchen, das Beste aus der Situation zu machen und  Lösungsmöglichkeiten anbieten, die ihnen bekannt sind. Nur was ist, wenn es eine Therapiemöglichkeit gibt, die im betreffenden Krankenhaus nicht angeboten wird? Eventuell nicht einmal im betreffenden Land? Wenn der Arzt oder die Ärztin deshalb an diese Therapiemöglichkeit gar nicht denkt weil sie sie nicht kennen?

Ein konsultierter Chirurg zum Beispiel wird kaum über die neuesten Entwicklungen der Immuntherapie oder der Einsatzmöglichkeiten der neuesten Strahlentherapien mit Kohlenstoffionen oder Protonen informiert sein. Deshalb ist es so wichtig, sich selbst über die einzelnen schulmedizinischen Möglichkeiten zu informieren um dann gezielt Ärzte danach fragen zu können.

Ich habe nach meiner Krebsdiagnose auf mein Bauchgefühl gehört und mich selbst zum Manager meiner Erkrankung gemacht. Ich hatte keine Angst Therapievorschläge abzulehnen solange sie für mich nicht stimmig waren- auch wenn mir Ärzte ins Gesicht sagten, dass ich sicher sterben würde, wenn ich aus dieser Türe gehe und nicht mache was sie sagen. Ich wusste in meinem Innersten, dass ich weitere Informationen brauchte – auch wenn die Zeit drängte. Einige meinten ich sei leichtsinnig, andere ich sei mutig – mein Kampfgeist und damit mein Überlebenswille war jedenfalls geweckt. Es ist interessant, dass wir die „Macht“ über unsere Gesundheit so leicht abgeben – dabei ist unsere Gesundheit unser wertvolles Gut. Eine verkehrte Welt: Bei einem Computer- oder Handykauf informieren wir uns oft tagelang über Pixelanzahl der Kamera, Speicherkapazitäten, Arbeitsprozessoren, Farbe und Design, holen uns Rat bei Freunden, besprechen mit ihnen die Vor- und Nachteile. Bei dem wichtigsten Gut, das wir haben, unserer Gesundheit, geben wir dagegen die Verantwortung gerne ab. Oft schweigen Betroffene lieber über die gerade gestellte Krebsdiagnose, anstatt darüber zu sprechen. Das kann doch nicht sein!

Daher mein Appell an Alle: Nur wenn man über die Diagnose spricht und sich informiert wird man eine Lösung und die PASSENDE Therapie finden – davon kann das Überleben abhängen!!! Gemeinsam sind wir stark!

Bei mir waren es Mut, Eigeninitiative und Unterstützung meines Umfeldes die mir halfen, meine Therapie zu finden, durch die ich nun geheilt bin. Um diesen Weg anderen, die in derselben oder einer ähnlichen Situation sind, zu vereinfachen, aus diesem Grund habe ich einen „Fahrplan“ erstellt, der in meinem Buch “Krebs innovativ geheilt” detailliert beschrieben ist. So lässt sich der passende Weg leichter finden. Denn jeder 3. Mensch erkrankt im Laufe seines Lebens an Krebs!  Doch mit dem richtigen Fahrplan und Kampfgeist wird das Ziel „Heilung“ ein erreichbares Ziel.