Unter dem Motto „talk about cancer“ beschäftigen wir uns mit den vielen Facetten einer Krebserkrankung.hello@kurvenkratzer.at

Den Krebs durch die Lesebrille betrachten

Du bist an Krebs erkrankt und suchst Lektüre fürs Wartezimmer? Deine Freundin oder dein Arbeitskollege hat eine Krebsdiagnose erhalten und du möchtest ein Buch verschenken? Oder du liest einfach gerne und möchtest mal etwas anderes lesen als Nordseeromane, Bayernkrimis oder Familiensagas? Super,  dann ist der Blogtext hier genau das Richtige für dich. Zum einen philosphiere ich ein wenig über meine Leidenschaft zum Lesen, zum anderen stelle ich euch meine persönlichen Krebsbuch-Lese-Highlights vor. Und ganz nebenbei lernt ihr in meinem Text noch eine Therapieform kennen, die bestimmt viele von euch bisher noch nicht kannten. Oder wem sagt das Wort „Bibliotherapie“ etwas? Seid gespannt…

Lesen tut gut!

So mancher Patientin oder manchem Patienten mag es nach der Diagnose komisch erscheinen, sich in ein Buch zu vertiefen, das sich mit der Krebsthematik beschäftigt. Es dreht sich doch sowieso schon alles um die Krankheit, warum sollte man denn da auch noch etwas darüber lesen… ?!

Anderen sehen das vielleicht anders und sie suchen sich bewusst Lektüre, die sich mit dem Thema beschäftigt, weil sie erfahren möchten, wie andere Betroffene mit ihrer Krankheit umgegangen sind oder weil sie gern zusätzliche Informationen zu ihrer Diagnose hätten, die nicht aus Ärzte- sondern Patient/innensicht stammen.

Ich selbst habe mir schon ein paar Tage nach meiner Diagnose das erste „Krebs-Buch“ bestellt und auf meinen täglichen Hometrainerfahrten viele Erfahrungsberichte anderer Patientinnen gelesen. Später dann habe ich mich auch fachlicherer Lektüre gewidmet.

Genauso wie der Sport, gesunde Ernährung und ein positives Mindset kann das Lesen deine Akuttherapiezeit bereichernd unterstützen und begleiten.

Welchen Nutzwert kann das Lesen für eine Krebspatientin oder einen Krebspatienten haben?

  • Wenn du bewusst auf Bücher setzt, die nichts mit Krebs zu tun haben, kannst du deine Erkrankung eine Weile ausblenden und dich in fremde Welten entführen lassen. Für eine Weile kannst du dich glücklich und zufrieden fühlen und dein Schicksal vergessen.
  • Erfahrungsberichte anderer Patientinnen und Patienten können dir Trost spenden und dir Kraft geben, weil du erkennst, dass andere dasselbe durchgemacht haben wie du.
  • Es hilft definitiv bei der Gesundung, wenn der Stress in deinem Leben auf einem niedrigen Level ist und wenn du mental gestärkt bist. Da Lesen erwiesenermaßen entspannt, tust du damit etwas zur Steigerung deines allgemeinen Wohlbefindens und unterstützt deine Seele.
  • Vielleicht erhältst du beim Lesen anderer Lebensgeschichten einen motivierenden Schubs, um die Freuden in deinem Alltag wieder bewusster wahrzunehmen oder auch Anregungen, um Dinge in deinem Leben zu verändern.
  • Je mehr du über deine Krebserkrankung weißt, desto sicherer wirst du dich fühlen. Durch das Lesen von (Sach)büchern kannst du mögliche Unsicherheiten oder Ängste reduzieren.
  • Beim Lesen kannst du dich ganz in Ruhe nochmal mit Themen beschäftigen, die vielleicht in einem Arztgespräch kurz angerissen worden sind oder die für dich nicht ganz verständlich waren.

Miriam Pielhau, widmet dem „Lesen während der Krebszeit“  in ihrem Buch „Fremdkörper“ ein eigenes Kapitel. Darin berichtet sie von zwei Büchern, die sie während ihrer Erkrankung berührt, begleitet und vor allem bereichert haben. Sie beschreibt die Wirkung des Lesens ganz eindrucksvoll: „Als ich die letzte Seite gelesen habe, klappe ich das Buch mit einem selbstzufriedenen, natürlich auch selbstüberschätzenden Ha-ich-hab´s-Gefühl zu.“ Besser kann ein Medikament doch gar nicht wirken, oder?

Wenn es mir schlecht geht, gehe ich nicht in die Apotheke, sondern zu meinem Buchhändler
- Philip Dijan

Lesen ist me-Time

Egal, ob du dich in Krebs-Fachbücher reinkniest, bei einer Krebs-Biografie weinst oder dich mit einem absolut unkrebsigen Roman ablenkst. Egal, ob du drei Seiten vorm Schlafengehen, eine Viertelstunde am Morgen oder den ganzen Abend auf dem Sofa liest. Als Krebspatientin oder -patient hast du alles Recht der Welt, das Lesen so in deinen Alltag zu integrieren, dass es für dich und zu dir und einer Lebensweise passt (Selbstverständlich gilt das auch für alle glücklichen gesunden Leserinnen und Leser hier!).

  • Erlaube dir, ein Buch wegzulegen, wenn du merkst, dass es dir nicht gut tut. Es steht nirgendwo geschrieben, dass ein Buch von vorne bis hinten durchgelesen werden muss. (Die Autorin oder der Autor wird es ja im Normalfall nie erfahren.)
  • Genau dasselbe solltest du tun, wenn du mit einem Schreibstil nicht klarkommst. Als Autorin oder Autor muss man das verschmerzen können (Wie ich aus eigener Erfahrung weiß…).
  • Nimm die Lesezeit bewusst wahr. Lege dein Smartphone deshalb währendeesen außer Reich- und Sichtweite und schalte den Fernseher aus. Es ist deine Zeit, genieße sie!
  • Integriere das Lesen möglichst regelmäßig in deine Tage. So hast du im Wust von Arztterminen, Krankenhausbesuchen, Alltagsstress und Kopfkinozeiten regelmäßige geistige Auszeiten.

Wenn du es schaffst, beim Lesen einen Zustand von Immersion zu erreichen, dann wird daraus definitiv eine Genusszeit! Versuch es mal!

Immmersion: So bezeichnet man den Zustand einer Person, die regelrecht in einer Geschichte versinkt und dadurch eine Zeitlang die reale Welt komplett ausblendet. In Zeiten schlechter Untersuchungsergebnisse, an Depritagen oder wenn irgendwie weder das Wetter, noch das Essen, noch die Klamottenwahl passt, kann dieser Zustand durchaus erstrebenswert und heilsam sein.

Lesen heilt?

„Man lernt nie aus!“… wie ich bei den den Recherchen zu diesem Text mal wieder bemerkt habe. So habe ich herausgefunden, dass es in Deutschland, Österreich und der Schweiz 160 Bibliotherapeutinnen und -therapeuten gibt. Diese unterstützen ihre Klientinnen und Klienten bei der Aufarbeitung einer Lebenskrise oder während einer Erkrankung mithilfe von Büchern. Es wird gemeinsam gelesen, den Patientinnen und Patienten vorgelesen, mit ihnen über zu Hause Gelesenes gesprochen oder sie werden angehalten, etwas darüber zu schreiben.

Das hilft den Patientinnen und Patienten, ihre eigene Situation zu reflektieren, ihre Emotionen zu verstehen, eventuelle Ängste zu lösen und selbst Erlebtes zu verarbeiten. Schlussendlich kommen sie über die Buchfiguren zu sich selbst.

In den USA oder Skandinavien ist die Bibliotherapie weitaus anerkannter und verbreiteter als hierzuladen. In Großbritannien werden Patientinnen und Patienten sogar Bücher verschrieben, die sie sich dann in öffentlichen Bibliotheken ausleihen können. An der School of Life in London erhält man für 100 Pfund Lektürehinweise für sämtliche Lebenslagen, die zwei Autorinnen per Telefon oder Skype oder auch in einem persönlichen Beratungsgespräch erteilen. Die Ernsthaftigkeit, die der Arbeit mit Büchern beigemessen wird, zeigt sich für mich darin, dass es sogar Geschenkgutscheine für die Sitzung mit einer Bibliotherapeutin gibt.

Die Ursprünge dieser Methode, die Literatur und Medizin verbindet, liegen ganz weit zurück. Schon in der Antike galt Apoll als Gott der Dicht- und Heilkunst. Der Schriftstller Gustave Flaubert formulierte im 19. Jahrhundert kurz und knapp „Lies, um zu leben.“.

Bibliotherapie/Reading Cure: Ilse Orth und Hilarion Petzold haben diese Methode in Deutschland etabliert. Seit 1984 gibt es die Deutschsprachige Gesellschaft für Poesie und Bibliotherapie (https://dgpb.org), Fachgesellschaft und Berufsverband. Diese hat Standards für die bibliotherapeutische Arbeit festgesetzt.Die Krankenkassen übernehmen diese Art der Therapie nicht, da es noch keine wissenschaftlichen Belege zur Wirksamkeit des Lesens gibt.

Unter https://www.zeit.de/kultur/literatur/2016-09/bibliotherapie-literatur-lesen-heilmittel/komplettansicht findet sich ein interessanter Artikel zur Bibliotherapie. Darin erzählt der Heilpraktiker Markus Brüggenolte von seiner Arbeit mithilfe von Büchern.

Auf seiner Homepage (http://www.supervision-brüggenolte.de)  hat er mehr als 100 Bücher aufgelistet und in Kategorien wie „Depression“, „Trauer“ oder „Traumata“ eingeteilt. In seinem virtuellen Therapiebücherregal stehen in der Kategorie „Krebs“ zwei Bücher. Zum einen „Der Schaum der Tage“ von Boris Vian. Diese Geschichte beschreibt wie im Körper der Hauptperson eine Blume wächst. Zum anderen „Ich habe Krebs! na und?“ von Gisela Friebel-Röhring. Dabei handelt es sich um den Erfahrungsbericht. Ich selbst kenne keines der beiden Bücher, werde sie mir aber zumindest mal anschauen. Und falls eine oder einer von euch hier sie schon kennt, dann freu ich mich gern über eine Rezension!

Ihr Lieben, ich möchte an dieser Stelle keine Diskussion über den Sinn oder Unsinn der Bibliotherapie anzetteln. Dafür kenne ich mich in der Materie zu wenig aus. Ich denke, jeder Leserin und jedem Leser hier ist klar, dass Menschen durch das Bücherlesen nicht von einer ernsten Krankheit geheilt werden können! Der Bibliotherapeut Brüggenolte weist ausdrücklich darauf hin, dass die Bibliotherapie keine Eigendiagnose möglich macht und Medikamente oder einen Besuch bei einem Arzt oder Therapeuten ersetzt („Bibliotherapy  do not mean you can diagnose yourself and they are not substitutes for medicine or an appointment with a doctor or therapist.”)

Aber ich bin durchaus überzeugt davon, dass ein Buch neben der schul- und alternativtherapeutischen Therapie dabei helfen kann, besser mit der eigenen Situation klarzukommen.

Für mich persönlich gehört Lesen zu (m)einem gesunden Lebensstil dazu und hat mich in allen Lebenssituationen begleitet. So ist es quasi ein festes Ritual schon immer, dass ich vor dem Schlafengehen ein paar Seiten in einem Roman lese. Während der Studienzeit vertiefte ich mich in wissenschaftliche Wälzer, beim Stillen las ich in pädagogisch-psychologischen Ratgeber. Auf meiner Krebsreise begleiteten mich Bücher in Wartezimmern, Krankenhausbetten und Chemoambulanzstühlen. Ein Buch auf der Ablage des Hometrainers oder dem Buchständer auf dem Crosstrainer ist bei mir keine Seltenheit, sondern fast schon Standard. Ja, Lesen ist für mich eine Mischung aus Reise, Studium, Therapie und Entspannung und absolutes Must-Have in jedem einzelnen Tag.

Was macht ein gutes Krebs-Buch für mich aus?

Nun habe ich genug gefachsimpelt, genug kluge Infos von mir gegeben, nun geht es an den Kern dieses Textes: Ich empfehle euch einige Bücher aus meiner mittlerweile umfangreichen Krebsbibliothek.

Dabei werdet ihr feststellen, dass das Foto hier mehr Bücher zeigt als ich nachfolgend vorstellen werde. Das heißt nicht, dass ich die anderen „zu schlecht geschrieben“ oder „weniger bedeutsam“ oder „zu langweilig“ fand. Auch erhalte ich keinen Cent von irgendeinem Verlag, weil ich dieses oder jenes Buch hier vorstelle.

Nein, es bedeutet lediglich, dass mir die hier genannten Bücher am besten gefielen. Sie waren quasi meine „literarische Begleitmedikation“. Sie taten mir gut, weil sie…

  • mein Empfinden in bestimmten Momenten der Krebsreise widerspiegeln.
  • mich nachdenklich machten, aber im positiven Sinne.
  • mich zutiefst berührten.
  • mich weinen ließen.
  • mich aufmunterten.
  • mir Mut machten, mich meiner Herausforderung zu stellen.
  • mich stellenweise zum Schmunzeln brachten.
  • mir Erkenntnisse über mich und mein Leben bescherten.
  • mich vor Direktheit sprachlos machten.

Geschmäcker sind verschieden

Eins ist klar: Ich übernehme keine Verantwortung dafür, falls du eines der hier genannten Bücher kaufst und dann nach ein paar Seiten entnervt zur Seite legst und vielleicht sogar denkst: „Was hat die Annette nur an diesem öden oder langatmigen oder verqueren Wälzer gefunden?“

Es ist gut möglich, dass es dir beim ein oder anderen Buch geht wie mir mit dem Buch von Lance Armstrong („Tour des Lebens“). Dieses Buch, der an metastasiertem Hodenkrebs erkrankte, las ich zu Beginn meiner Erkrankung. Während es für Monika Pielhau „ein sehr guter Motivationstrainer“ war und sie seine literarischen Zeilen als „Paradebeispiele für Durchhaltevermögen, Willenskraft und Kampfgeist“ empfand, wurde ich mit ihm und seinem Buch nicht recht warm.  Zwar ist der Tour-de-France-Radler durchaus bewundernswert, aber irgendwie auch verquer und liegt nicht auf meiner Wellenlänge.

Kannst du dich also mit einem Buch nicht wirklich anfreunden, dann tu dir bitte keinen Zwang und leg es einfach weg! „Denn was mir gutes Karma macht, bereitet dem anderen vielleicht schlechte Laune.“(Monika Pielhau, S. 127 in „Fremdkörper“) Und ich möchte auf keinen Fall schuld daran sein, dass du wegen mir miese Stimmung hast! Denn das ist definitiv kontropruduktiv, wenn du sowieso schon krank bist.

Das von dir ausgewählte Buch soll dich berühren, bestärken, begeistern oder auch länger beschäftigen. Es soll dich aber auf keinen Fall belasten, bedrängen oder bedrücken. Und ganz ehrlich: Wenn du dich zum Lesen zwingen musst, weil du das Buch langweilig, den Schreibstil befremdlich und die Hauptperson unsympathisch findest, dann leg es beiseite, denn dann gehen der Nutzwert und der heilsame Begleiteffekt gegen null.

Den Krebs durch die Lesebrille betrachten
Mein Krebs-Bibliothek

Annette proudly presents: Meine Krebsbuch-Lese-Highlights

An dieser Stelle befand sich bisher eine Liste mit meinen Top-Krebsbuch-Favoriten. Da aber immer mehr Bücher dazu gekommen sind und dieser Text länger und länger und länger wurde, habe ich mich dazu entschieden, Annettes Krebs-Bestsellerliste an einen anderen Platz auf diesem Blog zu verlegen. Hüpf doch nachher gleich mal rüber und informier dich, was mir so gefallen hat. Zu jedem meiner Lieblings-Krebsbücher findest du – mit einem weiteren Link – eine ausführliche Buchrezension. Somit kannst du dich ganz gezielt einlesen, informieren und ein für dich passendes Buch finden, das du dann in der Buchhandlung deines Vertrauens oder beim Online-Riesen kaufen kannst. Viel Spaß beim Schmökern wünsche ich dir schon an dieser Stelle!

Bücher mit gesammelten Lebensgeschichten

Nicht jeder ist so eine Leseratte wie ich und verschlingt in nullkommanichts ein Buch und hat schon drei weitere auf dem Nachttisch liegen. Vielleicht ist ein Buch mit gesammelten Geschichten dann eine Alternative für dich? Nachfolgend stelle ich dir vier vor, die mir sehr gut gefallen haben.

1. „Mutmacherinnen. Dem Krebs ein Lächeln entgegenhalten“ herausgegeben von Julya Rabinowich mit Fotos von Sabine Hauswirth

Für dieses Buch, das 2019 in Zusammmenarbeit von Pink Ribbon und der Österreichischen Krebshilfe entstanden ist, wurden zwölf an Brustkrebs erkrankte Frauen zu einem Fotoshooting und Interview eingeladen. Das Buch macht trotz lebensbedrohlicher Krankheit und trauriger Schicksale sehr viel Mut, es macht Lust auf das Leben. „Ihr Lächeln stellen die Frauen, die [hier] porträtiert [sind] dem Krebs entgegen. Sie sind stille Heldinnen., (…), die in Respekt und Bewunderung in (…) Fotos [und Texten] festgehalten sind.“

Charity-Bonus: Der Reinerlös des Buches geht an die Österreichische Krebshilfe zur direkten Hilfe und Unterstützung von Brustkrebspatientinnen.

2. „Du bist die Heldin Deines Lebens!“ herausgegeben von Silke Linsenmaier und Isabella Ladines mit Fotos von Martina van Kann

In diesem Buch findest du die Geschichten von 21 inspirierenden Frauen zwischen 21 und 60 Jahren, die alle an Brustkrebs erkrankt waren. Sie erzählen von ihrem ganz persönlichen Heilungsweg und wie sie mit Mut, Kraft und Selbstfürsorge den Neustart geschafft haben (wobei ich nicht unerwähnt lassen möchte, dass eine der Mitwirkenden mittlerweile an den Folgen ihrer Krebserkrankung verstorben ist.) Das Buch enthält wunderschöne Fotos. Zudem kommen zwischen den Porträts Expertinnen und Experten zu Wort und informieren über eine Krebstherapie unterstützende Maßnahmen wie Angst- und Stressbewältigung, gesunde Ernährung, sportliche Aktivität oder auch Meditation und Achtsamkeitsübungen.

Charity-Bonus: Mithilfe von Spendengeldern ist es möglich, dass Patientinnen, die nachweislich innerhalb des letzten Jahres erkrankt sind, ein Gratisexemplar dieses Buches erhalten. So bin ich auch ich lediglich durch den Einsatz der Versandkosten an dieses traumhafte Buch gekommen.

3. Wir sind für dich da“ herausgegeben von Rocco Thiede und Deutsche Krebshilfe

Dieses Buch enthält elf Reportagen von Journalistinnen und Journalisten, die ganz unterschiedliche Familien auf ihrem Weg durch und mit dem Krebs begleitet haben. Die Geschichen sind sehr persönlich und ergreifend und auch wenn manche der Patientinnen und Patienten, von denen erzählt wird, nicht mehr am Leben sind, spendet es Trost und macht Mut. Besonderes Augenmerk des Buches liegt auch auf den Folgen einer Krebserkrankung für die Angehörigen der Person sowie der Notwendigkeit psychoonkologische Unterstützung.

Charity-Bonus: Von jedem verkauften Buch geht 1 Euro an die Stiftung Deutsche Krebshilfe.

Welche Bücher schafften es nicht in meine Bestseller-Liste?

  1. Krebs-Romane

Einige fiktive Romane, in denen die Hauptpersonen Krebs haben oder die Mutter, wahlweise der Vater oder ein Geschwisterteil einer Hauptperson an Krebs stirbt, las ich  in der Zeit vor meiner Erkrankung diverse Male. Solche mied ich aber während meiner Erkrankung. Ich wollte „echte Berichte“ und keine schöngefärbten, blumig formulierten oder allzu rührselige Geschichten lesen.

Zwei romanähnliche Ausnahmen gab es allerdings und diese habe ich in zwei Blogtexten schon mal erwähnt. Sie sind beide inspiriert von echten Begebenheiten und waren äußerst lesenwert, nämlich „Die Antwort auf Vielleichtvon Hendrik Winter undÜberleben ist ein guter Anfangvon Andrea Ulmer (siehe https://www.influcancer.com/blog/unterwegs-mit-dem-strahlen-taxi/und https://www.influcancer.com/blog/den-krebs-aussitzen-psychoonkologie-selbsthilfegruppen-und-die-online-brustkrebs-community/

2. Das etwas andere Krebsbuch

Zwei Bücher, die auch auf meinem Krebsreisebüchersammelfoto zu sehen sind, passen irgendwie nicht in das Raster dieses Textes. Dennoch müssen sie hier unbedingt erwähnt werden! Tadaaa:

Shila Driesch: Die Mutlöwin – das Streben nach Leben 

und

Antje Vorndran: Nicht allein auf weißem Flur 

Diese beiden Buchperlen sind weder Krebsberichte noch Sammelbände und schon gar keine Romane. Sie sind anders. Sie sind Ratgeber, Lebensinspiration, Workbook und so wertvoll, für Brustkrebspatientinnen wie für jede andere Frau. Deshalb werden sie an anderer Stelle hier auf meinem Blog nochmal zur Sprache kommen

(Spoiler: Die beiden Autorinnen wissen schon Bescheid und es ist schon was am Laufen… Aber psst! Mehr wird nicht verraten.)

Noch mehr Lesetipps gefällig?

Vielleicht ist war nicht das Passende für deinen Lesegeschmack dabei? Dann findest du hier vielleicht noch die ein oder andere Anregung?

https://www.tumorzentrum-muenchen.de/ernaehrung/buchtipps.html

https://selpers.com/blog/geschenktipps-buecher-fuer-menschen-mit-krebserfahrungen/

https://yeswecan-cer.org/watchlist/

https://www.diananeumann.de/buch-tipps.html

Unter https://www.die-wertvollen-momente.de/blog/hilfe-bei-krebs/bibliotherapie/ findet sich außerdem ein guter Artikel zur Nutzwertigkeit des Lesens in krebsigen Zeiten, den ich bei den Recherchen zu meinem Text auch zu Hilfe genommen habe.

To be continued…

Mein krebsiger Lesehunger ist tatsächlich noch immer nicht gestillt und hier liegen schon wieder drei neue Bücher mit krebsigem Sujet herum… Mit den „Briefen aus dem Himmel” habe ich vor ein paar Tagen begonnen und ich weiß schon jetzt, dass dieses himmlisch-traurig-schöne Buch mal in einem Blogtext Erwähnung finden wird… Aber auch der Reisebericht von Jessica Wagener oder der VW-Bus-Roadtrip-Roman von Frau Gregg klingt vielversprechend.

Ihr werdet verstehen, dass ich diesen Blogtext an der Stelle hier beenden und mich zum Lesen zurückziehen muss…

Eulenspiegel B C C CA B C FE A A F Aspect Ratio
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