Unter dem Motto „talk about cancer“ beschäftigen wir uns mit den vielen Facetten einer Krebserkrankung.hello@kurvenkratzer.at

Ich sprach über KREBS ! ! ! LIVE-Auftritt im ORF Radio bei “Mahlzeit Burgenland”

Ich sprach über KREBS ! ! ! LIVE-Auftritt im ORF Radio bei “Mahlzeit Burgenland”

EINLADUNG zur ORF Radiosendung “Mahlzeit Burgenland”

Der 23. April 2021 war für mich ein ganz besonderer Tag, dem ich schon länger entgegenfieberte. Nervös? Ja, etwas. Ich wusste ja eigentlich nicht wirklich was da auf mich zukam.

ICH wurde durch Initiative der Krebshilfe Burgenland besonders durch den Vorschlag von GF Andrea Konrath (Lieben DANK, Andrea!!), die mich immer wieder fördert und unterstützt, in die ORF Radiosendung “MAHLZEIT BURGENLAND” eingeladen.

 

Ich hatte ja eigentlich schon einige Auftritte in der Öffentlichkeit. Unter anderem bei den Pressekonferenzen zu “25 Jahre Krebshilfe Burgenland” wo ich eine kurze Rede vor Journalisten halten durfte oder auch bei einer zum Standort des neuen Krankenhauses Gols. Das war echt der Wahnsinn, ich kann mich gar nicht mehr erinnern, je so nervös gewesen zu sein.

Ich glaub, das letzte Mal war in der Hauptschule bei meinem Referat über meinen Lieblingsverein “Austria Wien”. Ja, ich weiß, dass wird mich jetzt wieder einige Sympathien kosten, ist aber so!! Bin ja Anhänger seit Kindestagen und werde sicher auch nicht mehr davon abkommen. Als Burgenländer war ich natürlich auch Fan des SV Mattersburg, der ja unser Aushängeschild war. Er wird auch immer in meinen Herzen verankert sein. Diese Entwicklung war leider nicht abzusehen aber im Hintergrund hätte man sich schon was dabei denken können woher all das Geld kam. Zumindest gibt es für sowas ja Revisoren oder was auch immer. Eine traurige Geschichte… aber dazu vielleicht ein anderes Mal. Hier steht ja KREBS und nicht Fußball im Mittelpunkt wobei ich doch noch mal sagen möchte, dass ich meine Besuche im Stadion des SV Mattersburg echt nicht missen möchte. Das hat sicher auch auf mein Gemüt während meiner Reha-Aufenthalte in Bad Sauerbrunn oder in Bad Erlach Auswirkung gehabt, da ich in der Zeit auch Spiele im nahegelegenen Mattersburg besucht habe. War auch einmal im Trainingszentrum, wo die Mattersburg Amateure gegen den SV Oberwart gespielt haben und war davon hellauf begeistert, was sie dort zustande gebracht haben. Jetzt weiß ich ja auch wie. Ohne Geld geht halt nix! Aber trotzdem, meine Besuche in Mattersburg waren immer super. ZBsp mit meiner Cousine Karin ein VIP-Match gegen den SV Ried (1:1) oder mit meinem Freund Walter den Cup-Krimi gegen Red Bull Salzburg als es mit 0:0 in die Verlängerung ging und der SVM, nach tollem Spiel, alle Elfmeter verschossen hat! Oder den 2:1 Sieg gegen meine Austria!! Legendäre Spiele und dafür bin ich explizit Herrn Pucher auch sehr dankbar. Ohne ihn und natürlich auch dem Geld der Commerzialbank wäre sowas nie zustande gekommen. Ich will seine Tat jetzt nicht verunglimpfen, er ist und bleibt ein Betrüger und gehört eingesperrt! War beim SK Sturm und Hannes Kartnig ja auch nicht anders. Der hat ja auch Geld “ausgeborgt” und in den Verein gesteckt! Oder der Uli Hoeneß hat mit dem Geld vom FC Bayern München an der Börse spekuliert. Sie haben alle ihre Strafe abgesessen und auch der Herr Pucher wird seine gerechte Strafe bekommen. Hoffentlich! Aber ich denke mal durch seine Krankheitsgeschichte wird es sicher nur bei einer Fußfessel mit Hausarrest bleiben.

 

Aber ich muss sagen, durch ihn verbrachte ich mit Freunden sehr viele, schöne Stunden am Sportplatz in Mattersburg. Auch schon als sie noch in der ersten Liga gespielt haben. Da war ich oft mit meinem Freund Günther in Mattersburg. Das prägt natürlich. Man freut und leidet mit. Auch wenn sich jetzt im Nachhinein herausgestellt hat, dass da viel nicht mit rechten Dingen zugegangen ist. Dafür konnten wir ja nichts. Wir waren ganz normale Fußballanhänger und natürlich stolz auf unsere burgenländische Mannschaft. Tolle Spiele mit Toni Köszegi, Carsten Jancker, Michi Mörz, Stefan Maierhofer, usw… und natürlich mit Dietmar “Didi” Kühbauer! Ein sehr emotionaler Spieler, der immer ALLES für seine Mannschaften gegeben hat. Einstellungsmäßig kann ich nur den Hut vor ihm ziehen. Und das lebt er auch als Rapid-Trainer. Das finde ich absolut klasse. Und ihm würde ich auch den Meistertitel gönnen. Ist ja auch ein sympathischer Kerl. 😉

Und Didi Kühbauer war auch jener Prominente, der den Tag vor mir bei “Mahlzeit Burgenland” zu Gast war. Also da gibt sich echt das “Who is Who” das Mikro in die Hand.

Ich sprach über KREBS ! ! ! LIVE-Auftritt im ORF Radio bei “Mahlzeit Burgenland”

Und ICH mittendrin statt nur dabei!!

Ich komme mir eigentlich gar nicht so wichtig vor aber stolz machte es mich schon irgendwie ein bisschen. Mittendrin unter soviel Prominenz aus Sport, Wirtschaft, Kultur, usw… Die ja auch viel zu sagen haben. Die Meisten zumindest!

Aber ich sehe mich doch durch mein Engagement hier bei Kurvenkratzer, durch meine Blogs auf Facebook Werner Achs – Leben mit seltenem Krebs , durch meine schriftstellerischen Fähigkeiten bei Bezirksblattartikel oder auch zBsp beim 3-Seitigen Bericht über mich als Krebs-Extremsportler bei den 24 h Extrem Burgenland – Neusiedler See mich als Sprachrohr in Sachen KREBS in meiner Region. Da gibt es ja außer mir nicht wirklich viel. Damit kann ich umgehen und habe langjährige Erfahrung darüber.

Aber natürlich auch für die Zeit vor meiner Krebserkrankung brauche ich mich keineswegs verstecken! Ich habe bei einer internationalen Firma (Nokia Austria) im Network Services Bereich gearbeitet und auch über 15 Jahr für die Justiz, für den österreichischen Staat an zwei Bezirksgerichten! Das ist ja auch was! 😉

Ich spreche laut, egal über was ! Aber auch über KREBS ! ! 

Und so war es auch bei dieser Radiosendung. Und mir ist ziemlich egal, was Irgendjemand über mich denkt! Ich rede darüber und das ist gut so. Und wenn Menschen sehen und dann sagen: “Uiiih, schau, der ist ja ganz normal!” hilft das auch, ihnen die Scheu davor zu nehmen bzw. mit Krebspatienten (in ihrer Familie, bei ihren Freunden oder wo auch immer) anders bzw. auch normaler, umzugehen.

Es gibt natürlich auch genug andere Themen über die man sprechen kann aber gerade bei KREBS liegt noch ein TABU darüber. Und ich will dabei helfen, es nicht gleich als Todesurteil zu sehen. Erst gestern habe Jemanden ein bisschen über mich erzählt, da hatte ich ein Erlebnis betreffend des Umganges mit mir bzw. zeigte es mir wieder auf, wie ängstlich die Leute bei diesem Thema noch immer sind. Die Menschen schauen einen an als ob man schon das Partezettel am Rücken kleben hätte… Aber NEIN, ich bin noch da, lebe bereits über 6 Jahre damit und ich werde auch noch sehr, sehr lange leben, laut meiner Professorin im AKH und ich vertraue ihr da vollkommen. Sie hat da schon ein wachsames Auge darüber. Natürlich muss ich weiter Therapie machen aber unsere Medizin ist schon soweit fortgeschritten, dass man mit KREBS leben kann! Natürlich gibt es auch Einschränkungen. Wie überall halt. Und mit Corona sowieso, dass brauch ich eigentlich gar nicht extra zu erwähnen.

Die junge Dame, mit der ich geplaudert habe, verdrehte ordentlich ihre Augen. Sie hat dauernd geschluckt und zeitweise gar nicht gewusst, was sie sagen sollte. Aber ich pflege da einen sehr offenen Umgang damit und ich denke ich habe ich da sicher auch etwas die Angst davor genommen. Ich rede halt, wie mir der Schnabel gewachsen ist. 😉 Hab ich schon immer getan und werde ich auch immer tun. Und dabei lass ich mir sicher auch nix verbieten! Und genauso halte ich es auch mit dem Schreiben! 🙂

Ich sprach über KREBS ! ! ! LIVE-Auftritt im ORF Radio bei “Mahlzeit Burgenland”

Durch diese interessante und unterhaltsame Radiosendung des ORF Burgenlandes führte kein Geringerer als GEORG PRENNER. Ich persönlich hatte ja eigentlich mit seiner Kollegin gerechnet, da Krebs ja doch ein sehr sensibles Thema ist aber ich muss sagen, wir hatten einen sehr guten Draht zueinander. Er nahm mir gleich zu Anfang die Scheu und bot mir das DU-Wort an. Natürlich war ich da noch etwas nervös aber Georg erklärte mir alles genau und ich denke, es lief ganz gut.

Wir sprachen eigentlich fast die ganze Zeit über miteinander auch wenn wir nicht gerade ON AIR waren. Wir verstanden uns sehr gut und ich denke, dass ist bei so Interviews wirklich sehr wichtig.

Durch Veronika Berghofer, ebenfalls ORF Redakteurin, hatte ich ja schon etwas Erfahrung im Umgang mit den Medien und der Kamera, da sie ja schon ein Interview mit mir geführt hat. Und sie hat mir auch hier indirekt beim Radio geholfen, da sie mir damals schon die Scheu und Nervosität genommen hat.

Hier das Porträt von ihr über mich von damals:

Porträt über den Krebspatienten Werner Achs – ORF “Burgenland Heute”

Wenn einem der/die Gesprächspartner sympathisch ist/sind, dann fühlt sich das an wie ein ganz normales Gespräch unter Freunden. Da ignoriert man die Kamera dann einfach und plappert munter drauf los. Und das ist mir hier beim Radiointerview mit Georg Prenner auch zugute gekommen.

Es selbst hat sogar gesagt, dass er durch das Gespräch mit mir auch etwas die Scheu und die Angst vor Krebspatienten verloren hat. Er hat gemerkt, dass ich einfach sehr offen und ehrlich über die ganze Sache geredet habe. Bis hin auch zum Tod.

Und so nebenbei wurde auch mein Lieblingsrezept, das “Golser Zigeunerbratl”, ein wirklich hervoragendes Gericht, dass bei uns immer beim Sautanz zubereitet wurde. Daher auch der Name “Bratl vom Golser Sautanz”.

Hier nochmals das Rezept für Genießer:

Golser Zigeunerbratl Wohl bekomms!! 🙂

Diese ca. 1,5 h die ich im ORF Landesstudio Eisenstadt verbracht habe, verging wirklich sehr schnell. Wir plauderten ja quasi über Krebs, Gott und die Welt. Da geriet das eigentliche Thema KREBS schon fast wieder zur Nebensache.

Und natürlich verbindet man KREBS gleich mit dem TOD. Auch Georg. Und daher fragte er auch öfters und hackte immer wieder nach. Natürlich muss man sich als Krebspatient auch mit dem Tod auseinandersetzen, vorsorgen!! Aber ansonsten kümmert nicht wirklich viel, was irgendwann sein kann. Ich habe mein TESTAMENT gemacht und ansonsten sollte man sich halt mit seinen nächsten Verwandten mal zusammensetzen und alles so besprechen, wie man sich sein Ableben vorstellt. Ob man zBsp verbrannt werden möchte oder ein ganz normales Begräbnis mit Sarg und Erde.

Scherzhaft bzw. ist das ja eigentlich schon tiefschwarzer Humor, wenn ich unseren Totengräber immer frage, wo den nun die Kühltruhen stehen. Ich nehme das halt so, ich bin eben so. Tiefschwarzer Humor und Sarkasmus ist mein Metier. 😉 Man darf in keiner Sekunde seinen Humor verlieren. Sonst ist es bis zur Depression nicht mehr weit. Aber auch dafür gibt es Spezialisten, die einen da helfen können. Ich hatte zwar nie Depressionen aber ich habe doch das Gespräch mit Psychoonkologen gesucht. Es tut schon gut sich alles von der Seele zu reden. Man sollte einfach auch offen dafür sein. Wenn die Sympathie passt, kann einem auch der/die Psychologe/in helfen. Und was man nicht erzählen möchte, behält man eben einfach für sich. Ich erzähle auch nicht immer alles. 😉 Aber mir hat das auf jeden Fall gut getan und geholfen und ich würde das auch jedem Betroffenen wirklich empfehlen. Am besten die Krebshilfe kontaktieren, da findet ihr bestimmt einen erfahrene/n Spezialisten/in.

Und auch darüber haben wir bei “Mahlzeit Burgenland” gesprochen. Es war ein sehr schönes Kennenlernen und ich kann mich nur bedanken, diese Möglichkeit geboten zu bekommen.

Vielleicht ergibt es sich ja irgendwann wieder. Würde mich auf jeden Fall freuen!!

Ein herzliches MAHLZEIT und Gott segne Euch wünscht

Werner

P.S.: Hier gibt es natürlich noch den ORF Mahlzeit Burgenland Radiobeitrag als Podcast zum Nachhören:

“Mahlzeit Burgenland” mit Werner Achs – Blogger

 

 

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