Unter dem Motto „talk about cancer“ beschäftigen wir uns mit den vielen Facetten einer Krebserkrankung.hello@kurvenkratzer.at

TALK about CANCER – Werner ACHS – Leben mit seltenem Krebs

TALK about CANCER 🙂

 

Heute bin ich unserem Kurvenkratzer-InfluCancer Motto wieder gerecht geworden. Ich habe mein bereits 3. Interview über meine seltene Krankheit Morbus Castleman (multizentr.) gegeben.

Ich bin schon einmal einem Online-Magazin für seltene Krankheiten Frage und Antwort gestanden, hier nochmals zum Nachlesen:

https://www.seltene-krankheiten.eu/leben-mit-morbus-castleman.html

 

Und auch dem ORF Burgenland in Form von Veronika Berghofer habe ich ein Interview gegeben:

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Liebe Grüße und danke nochmals für diesen tollen Beitrag, Vroni!!! 🙂

 

Die Wege des Herrn sind bekanntlich unergründlich

 

Eigentlich gebe ich Interviews ja nicht so gerne, so etwas macht mich irgendwie immer leicht nervös, da ich Angst habe irgendeinen Blödsinn zu verzapfen. Aber dann dachte ich an Martina (Founderin Kurvenkratzer), die mir einmal geschrieben hat, wenn ich eine Möglichkeit habe, darüber (öffentlich oder auch nicht öffentlich) zu reden oder zu schreiben, dann sollte ich das auch nutzen. Und deswegen habe ich das auch heute gemacht.

Egal wie du über Krebs sprichst, Hauptsache du tust es!!

 

 

Wie kam es dazu?

 

Am 6.2.2020 wurde ich über meine Facebook-Seite “Werner Achs – Leben mit seltenem Krebs” von einer Dame kontaktiert. Zuerst dachte ich an einen Fake, was ja im World Wide Web nichts Ungewöhnliches ist und ich über Fb sehr viele solcher Anfragen bekomme. Die Dame hieß genau wie unsere schöne Bundeshauptstadt daher machte mich das auch etwas stutzig. Aber ok, sieh hieß wirklich so. Wir kommunizierten ein Bisschen und ich gewann dann doch etwas vertrauen. Sie schickte mir per email ihre Kontaktdaten und wir tauschten uns mal aus. Wir telefonierten sogar miteinander. Natürlich auf ihre Kosten. Sie kam aus BERLIN und arbeitete für eine kleine Firma die Studien für große Unternehmen erstellte. Darunter eben für eine Morbus Castleman Studie. Und da diese Krankheit ja sehr, sehr selten ist, fand sie da auch nicht viele Teilnehmer, die in Frage kamen. Durch Zufall stieß sie auf meine Blogs und kontaktierte mich daher. So weit, so gut. Sie erklärte mir, dass das Interview durch ihren Chef durchgeführt wird, ca. 1 h 30 Min. dauern würde und es dafür 120 Euro Honorar geben würde. Das Geld war mir aber ziemlich egal. Ich sagte, wenn es anderen Menschen hilft, mach ich das!! 🙂

 

T A L K   a b o u t   C A N C E R 🙂

 

Heute war es dann soweit. Zum ausgemachten Zeitpunkt, pünktlich um 9 Uhr, wurde ich dann auch von ihrem Chef persönlich angerufen. Ich hatte schon vor ein paar Tagen kurz mit diesem bezüglich eines Termines telefoniert. Aber fast hätte mir mein Laptop einen Strich durch die Rechnung gemacht. Denke es ist an der Zeit diesen mal zu tauschen.

In diesen 1,5 h wurde ich wirklich sehr viel über meine Krankheit gefragt, dass war auch für mich sehr interessant. Manche Dinge sind Einem nicht mehr im Bewusstsein bzw. manche hat man auch irgendwie verdrängt. Ich will aber damit jetzt nicht sagen, dass dadurch jetzt irgendwie ein Trauma in mir hochgekommen wäre. Ich kann ganz normal darüber reden, habe kein Problem damit und werde dadurch bestimmt auch nicht in ein Loch voller Depressionen gerissen. Talk about Cancer. Es erleichtert auch irgendwie darüber zu sprechen. Egal ob jetzt mit einer Psychotherapeutin oder sonst irgendwen. Sprechen hilft. Mir persönlich zumindest. Und so war es auch irgendwie heute. Es gab natürlich einige Dinge bzw. Daten die ich nicht mehr so in Erinnerung hatte aber da ich von Anfang an eine Dokumentation mit genauen Daten geschrieben habe, war dass eigentlich kein Problem.

 

2015 Diagnose Multizentr. Morbus Castleman, 2016 Therapie (Antikörper) u. Remission, 2017 krebsfrei, 2018 Rezidiv bzw. Rückkehr vom Morbus Castleman u. zusätzlich ein Plasmozytom (Blutkrebs) u. 2019 Chemo-, Strahlen- u. Antikörpertherapie, Stammzelltransplantation u. Remission.

 

Soviel im Schnelldurchlauf. In den 1,5 h sind wir bis 2016 gekommen, d.h. ich hätte dem Herrn für seine Studie bestimmt noch viel mehr erzählen können, da wir ja eigentlich nur bis zu Hälfte gekommen sind. Und wer mich kennt, der weiß ja, dass ich mich sehr gerne unterhalte. Daher ist die Zeit auch wie im Flug vergangen. Aber der Herr war anscheinend sehr zufrieden mit den Daten, die er über mich gesammelt hat, um es für seine Studie zu verwenden. Und wenn es Jemanden dadurch hilft, bin ich es auch. 🙂

Und natürlich stelle ich mein gesamtes Honorar von 120 Euro dem guten Zwecke also zu gleichen Teilen der bgld. Krebshilfe und unseren Kurvenkratzern in Wien zur Verfügung. Wird zwar noch etwas dauern bis es überwiesen wird, da die kleine Umfragefirma auch erst nach Abschluss der Studie ihr Geld bekommt, aber es wird überwiesen. Die Studie darüber selbst werd ich wahrscheinlich eher nicht zu lesen bekommen, ich hoffe aber trotzdem das dadurch anderen Menschen mit der gleichen Krankheit geholfen werden kann.

 

Ich helfe, um Anderen zu helfen ! ! ! Egal wie, egal wo, Hauptsache es hilft!

 

Ich bin ein KURVENKRATZER ! ! ! 🙂

 

Alles Liebe

Werner

 

 

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