Unter dem Motto „talk about cancer“ beschäftigen wir uns mit den vielen Facetten einer Krebserkrankung.hello@kurvenkratzer.at

Von TRÄUMEN und MENSCHEN – “Werner Achs – Leben mit seltenem Krebs”

Von Träumen und Menschen

Jeder Mensch träumt. Und das sogar mehrmals in einer Nacht. Auch Tiere träumen. Allerdings ist sich die Wissenschaft noch nicht ganz sicher, welchen Zweck Träume erfüllen. Die ersten Schritte in Richtung eines Erklärungsversuchs hat C. G. Jung beschrieben, der Träume als psychische Reinigung des Unterbewusstseinsbezeichnete.

@Quelle: https://www.experto.de/praxistipps/traeume-spiegel-der-seele.html

In letzter Zeit habe ich sehr seltsame bzw. komische Träume. Manche merk ich mir natürlich gar nicht und habe fast im selben Moment, in dem ich sie geträumt habe, schon wieder vergessen. Manchmal bleiben sie mir aber in Erinnerung oder prägen sich bei mir auch ins Gedächtnis ein. Aber ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung warum. Sind das Zeichen? Oder gar Hilfeschreie? Ich weiß es nicht… Daher habe ich mal ein bisschen im Netz nachgeforscht.

Es gibt ja verschiedene Arten von Träumen

  • Unbewußte Träume:  diese Träume hat jeder normale Mensch des Nachts. Sie stellen häufig eine Lektion für den bewussten Verstand dar, in Form eines Aufarbeitens oder Rekapitulierens von Problemen, mit denen sich tiefere Schichten der Psyche rumplagen.

  • Prophetische Träume: diese Träume bieten oft eine Hilfestellung und verschmelzen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander.

  • Wachträume oder Luzide Träume: diese Art des Traumes ist eine fortgeschrittene Art des Träumens. Dem Schläfer ist bewusst, dass er träumt, er kann das Traumgeschehen willentlich verändern. Dadurch wird auch eine absichtliche Verbindung zwischen zwei Bewusstseinszuständen hergestellt.

  • Tagträume: Diese Träume sind vollkommen bewusst gesteuert. Sie dienen zur Schulung der Kreativität oder zur suggestiven Aufarbeitung von bewussten Problemen. Tagträume werden auch Visualisierungen genannt und u. a. von Sportlern verwendet, um sich auf den Erfolg einzuschwingen.Quelle:https://www.experto.de/praxistipps/traeume-spiegel-der-seele.html

Ein Traum von vor 3 Nächten, den ich noch in Erinnerung habe:

 

Ich hänge mit meinem guten Freund Gerrit in so einer abgewrackten, verfallenen Bude (Haus) in Budapest rum. Er hat eine Band. Seine Kumpels sind ebenfalls im Wohntrakt anwesend. Wir liegen so auf den alten Sofas rum. Ich steh mal auf und orientiere mich. Einige leere Jack Daniels Flaschen sind quer durch den Raum verteilt. Alles ist abgedunkelt. Die Sonnenstrahlen blitzen durch die kaputten Holzdoppelfenster bei denen die Jalousien heruntergelassen sind. Man sieht den Staub durch die Luft fliegen. Könnte irgendwie sein, dass wir eine schweren Nacht hinter uns haben. Alle schlafen noch. Ausser mir. Mein Kopf brummt und es dreht sich noch Alles ein bisschen.

Anm.:Früher, während unserer gemeinsamen Arbeitszeit, hatten wir ja immer wieder mal geblödelt, falls Gerrit mal mit seiner Band „Lost Losers“(einfach auf Youtube eingeben) berühmt wird, werde ich sein Roadie. 😉 Ich hoffe mal, dass Angebot steht noch. 😉

Ich gehe mal zur Tür und begebe mich nach draussen. Helllichter Tag und Sonnenschein. Ich bin geblendet. Eine Sonnenbrille wäre jetzt nicht so schlecht, denk ich mir. Schön langsam verbessert sich meine Sicht. Ich befinde mich auf einer langen Promenade in Budapest. Man sieht von weitem den Burgpalast (war zumindest meine Annahme). Ein tolles Gebäude, dass wir (also Gerrit und ich) mal auf einem gemeinsamen Betriebsausflug kennengelernt haben. Ich spaziere weiter auf ihn zu. Plötzlich verdunkelt sich der Himmel. Es wird immer dunkler und düsterer. Meine Stimmung schlägt ebenfalls um. Plötzlich werde ich todtraurig… 🙁

Von TRÄUMEN und MENSCHEN – “Werner Achs – Leben mit seltenem Krebs”

CUT!!! Ich werde wach. Es ist dunkel. Mein Wecker sagt mir, dass es erst 3 Uhr in der Früh ist. Meine Füße schmerzten bezüglich meiner Polyneuropathie. Ich mache, was mir meine Ärzte bzw. Pysiotherapeuten in so einer Situation empfohlen haben: Aufstehen, ein paar Schritte gehen um wieder mein Gleichgewicht (ich schwanke immer am Anfang) zu finden und dadurch den Schmerz lindern. Dauert aber gelingt meistens. Nicht angenehm.

Dann begab ich mich auf die Toilette, verrichtete mein Geschäft und legte mich wieder ins Bett und versuchte weiterzuschlafen.

 

Und weiter zu träumen:

Schauplatz? Wieder Budapest. Wieder die Promenade. Schönster Sonnenschein. Abermals bin ich Richtung Burgpalast (denke ich zumindest) unterwegs. Fortsetzung vom vorhergegangenen Traum? Auf einmal hör ich Jemanden nach mir rufen!?! Wtf!! Wenn sollte ich hier in Budapest schon kennen? Christine? Die Freundin von Jörg, einem meiner besten Freunde seit Kindestagen? Und er folgt ihr schon hinterher. Was die wohl hier machen? Mal zur Abwechslung nicht in Slowenien?*gg* Bestimmt auf Kaiserin Sisis Spuren. 🙂Wir begrüßen uns herzlich und fallen uns in die Arme als ob wir uns schon ewig nicht mehr gesehen hätten und beschließen gemeinsam weiter zum Burgpalast zu gehen. Auf einmal verdunkelt sich wieder der Himmel. Es wird wieder immer dunkler und düsterer. Auch meine Stimmung verschlechtert sich. Ich werde wieder todtraurig… 🙁

 

Was hat dieser Traum bzw. diese zwei Träume (Fortsetzung oder nicht) für mich zu bedeuten? In letzter Zeit kommt es mir häufig selber vor wie wenn mich Traurigkeit überkommt. Kommt etwas Schlimmes auf mich zu? Wieder mal?? Sollte ich Budapest meiden? Ist eine tolle Stadt, die ich unbedingt irgendwann mal wieder besuchen will und auch ähnlich wie Wien gebaut. Ich mag Ungarn und irgendwie fühle ich mich auch als ein halber Magyare. Vor 1921 gehörte ja das Burgenland noch zu Ungarn daher haben auch die Ortsnamen bei uns in unserem Bundesland nicht nur kroatische Namen, nein, der Großteil hat sicher ungarische Namen. Welche aber im Gegensatz zu den kroatischen Namen nicht auf den Ortstafeln aufscheinen. Diese scheinen nur in zweisprachigen Orten auf. In meinem Ort wird ja auch nicht ungarisch gesprochen. Finde ich aber irgendwie auch schade, da es doch viele Familien gibt, die auch noch ungarische Namen tragen.

 

Ich google mal nach dem Burgpalast. Ja, sehr schönes Gebäude. Aber nicht das, dass ich in meinem Traum gesehen habe. Bei der „Bildersuche“ erspähe ich das Gebäude in meinem Traum. Es war das PARLAMENT! Das Gebäude gibt es also tatsächlich!! Ich muss dazusagen, ich habe das auch schon wirklich gesehen. Ist aber sicher so um die 10 Jahre schon her. Mindestens.

 


https://www.reisereporter.de/artikel/3468-burgpalast-in-budapest-nuetzliches-fuer-besucher

 

Sind das irgendwie Warnzeichen oder Vorzeichen? Gibt es sowas überhaupt? Das schwirrt mir jetzt seit einigen Tagen zu. Mein Geburtstag, der 11. Oktober rückt auch immer näher. Ich seh den keineswegs als Grund zum Feiern. Im Oktober ist mir noch nie viel Gutes passiert, daher habe ich auch gar keine Lust zu feiern. Letztes Jahr ist ja meine Mutter kurz davor verstorben. Und ich denke nicht, dass ich das schon verarbeitet habe. Ich bin seit fast 2 Jahren vollgepumpt mit Antidepressiva, die ich ja eigentlich gegen meine Polyneuropathie (Nervenschmerzen in den Beinen) nehme. Ich denke, die blocken meine Trauer. Vielleicht daher solche komischen Träume.

 

Oder es ist irgendwie eine Vorahnung, dass was Schlimmes passieren könnte. Kann natürlich auch sein. Manche können ja Vorzeichen deuten, ich leider nicht.

 

Ich hatte im Vorjahr, beim “Little Mammut Marsch” in Wien, an dem ich und mein Bruder Anfang Oktober teilnahmen auch Vorzeichen gesehen oder vielleicht auch gefühlt, dass etwas Schlimmes passieren könnte, konnte sie aber nicht deuten. Oder lag es einfach an den 30 km im Regen, die einem bei einem Extrem-Marsch vielleicht auch zum Halluzinieren bringen? Ich weiß es nicht. Nach 10 km fiel uns ein Schild von den Veranstaltern auf. “10 km – Warum?”Das fragte ich mich auch? Was bewog uns insgesamt 30 km im Regen rumzulaufen bzw. an dieser Extrem-Veranstaltung teilzunehmen? Ich weiß es bis heute nicht! Normalerweise müsste man bei so einer “blöden Frage” sofort aufhören, wenn man sich das wirklich fragt. Ist auch nicht gerade motivierend, wenn ihr mich fragt!! Wir haben es aber durchgezogen. Dank meines Bruders, denn wenn es nach mir gegangen wäre, hätten wir sofort aufgehört! Ich hatte wahrlich keine Lust im strömenden Regen rumzulaufen und das auch wegen meiner Füße. Mein Bruder ist über 210 km den ungarischen Jakobsweg von Budapest (Ungarn) bis Nickelsdorf (Ö) in 10 Tagen gegangen. Da musste er auch durch egal bei welchen Wetterverhältnissen. Also gingen wir weiter und schafften es auch ins Ziel. “Gibt ja kein schlechtes Wetter, nur schlechte Ausrüstung!” 

 

Am Tage darauf fand ich (zu spät) meine Mutter in ihrer Küche mit einem schwerem Schlaganfall… Diesen hat sie im 2. Oktober 2019 nach irreparablen Gehirnschäden nicht überlebt. 🙁

 

Viele Tage später sah ich von den Veranstaltern ein Foto. Mein Bruder und ich mit einem „Rettungswagen“ im Hintergrund. Auch ein Vorzeichen? Möglich! Konnte aber auch alles nur Einbildung, dass ja bekanntlich auch eine Bildung ist, sein. Werd ich wahrscheinlich nie herausfinden aber ich klammere mich noch immer an den Strohhalm, hätte ich damals bei Regen diesen Marsch abgebrochen, hätten wir sie vielleicht noch retten können. Aber irgendwie glaub ich halt doch an sowas… Oder an ein Leben danach bzw. auch vor unserem Leben. Das heißt an die Wiedergeburt. Vielleicht war ich ja in einem früheren Leben auch schon mal in Budapest. In diesem Leben war ich es erst einmal. Aus Neugierde hab ich ja schon mal eine Rückführung probiert aber meine starken Tabletten haben das verhindert oder aber auch Konzentrationsschwierigkeiten. Oder aber es bilden sich das manche Menschen ein und es funktioniert gar nicht. Ich kann es nicht wirklich sagen.

Und genau so verhält es sich auch mit unseren Träumen. Vielleicht ist was Wahres dran oder aber auch nicht. Mal sehen ob ich das irgendwann mal noch herausfinden werde. Interessieren würde es mich in jedem Fall.

Also passt auf euch auf (egal ob im Traum oder in der Wirklichkeit) und träumt was Schönes!! 🙂

Und bleibts ma gesund!!

Alles Liebe

Werner 

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