Unter dem Motto „talk about cancer“ beschäftigen wir uns mit den vielen Facetten einer Krebserkrankung.hello@kurvenkratzer.at
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7 Dinge, die du tun kannst, damit 2023 ein geiles Jahr wird

Das Leben ist ein Fluss, und der kennt nur eine Richtung. Aus Fehlern lernen ist zwar wichtig, übermäßiges Zurückschauen wird aber schnell zur Belastung. Der Moment ist das, was zählt. Da wollen wir hin. Wie? Hinterfragen, loslassen, achtsam sein. So gehst du 2023 deinen eigenen Weg. 

2022 mag hart gewesen sein. Krieg, Krebs, Klimawandel, Inflation. Welch Drama. Aber das ist ja bei weitem noch nicht die ganze Geschichte. Dein eigener, innerer Prozess ist eigentlich das Wichtigste. Wenn es dir gut geht, wenn du aktiv daran arbeitest, dir gut zu tun, trotz Krebs und den restlichen Missständen, dann machst du die Welt ein Stück weit besser.  

Konzentrierst du dich darauf, machst du alle anderen um dich herum auch besser. 2023 wird sicher wieder genug beschissene Widrigkeiten hervorbringen, die du nicht kontrollieren kannst. Aber du, du, DU kannst dein eigenes Spiel spielen – jenes, dass du eben zu kontrollieren imstande bist. Unabhängig von Politik, Hysterie und Krebs. Und wir lebensbejahenden Kurvenkratzer geben dir jetzt sieben bulletproof Tipps, wie du 2023 zu einem geilen Jahr machst. 

1. Lass los 

Gleich zu Beginn ein typisches Beispiel für “leichter gesagt, als getan”. Aber loszulassen ist fundamental, um den jetzigen Moment genießen zu können. Das Leben ist eine Aneinanderreihung natürlicher und spontaner Veränderungen. Widerstehe ihnen nicht – das kreiert nur Leid. Lass den Dingen ihren Lauf. Jede:r Hobbyphilosoph:in würde dir das sagen, wir springen auf diesen Zug auf. 

Nun, jetzt stellt sich die Frage: Was loslassen? Wir geben dir vier Beispiele. 

Kleines Mädchen bläst Seifenblasen
„Lass die Gewissheit los. Denn das Gegenteil ist nicht Unsicherheit. Es ist Offenheit, Neugier und die Bereitschaft, Gegensätze anzunehmen, anstatt sich für eine Seite zu entscheiden. Die ultimative Herausforderung besteht darin, uns genau so zu akzeptieren, wie wir sind, aber nie aufhören zu versuchen, zu lernen und zu wachsen.“ – Tony Schwartz (Foto: Pixabay/ddimitrova)

Die Vergangenheit 

Ein frischer Neubeginn tarnt sich nur allzu gerne als schmerzhaftes Ende. Wir neigen dazu, unsere Schmerzen und Probleme zu vermeiden. Anstatt sie wegzuschieben, versuche, zu fühlen, was sie in dir auslösen. Erkenne und konfrontiere den Schmerz, um damit umzugehen. (Wenn du das allein nicht kannst, dann suche dir hierfür eventuell psychoonkologische Unterstützung. Hier findest du eine Liste mit Anlaufstellen).  

Ihn beiseite zu schieben ist, wie dich an einen Felsen in einem Fluss zu klammern und zwanghaft zu versuchen, dich trotzdem irgendwie vorwärts zu bringen. Du verschwendest all deine Kraft, denn du bleibst genau dort, wo du warst. 

Die Zukunft

Ein:e gute:r Reisende:r hat keine fixen Pläne und ist nicht aufs Ankommen fokussiert. Wenn du versuchst, ständig alle theoretischen Möglichkeiten und Outcomes zu antizipieren, wirst du nervös, wirr und ängstlich. Diese Sorgen bringen dir nichts, außer Falten. Genieße den Moment, besonders wenn es gerade nicht so hart ist. 

Stell dir vor, du gehst in einen wunderschönen Herbstwald spazieren und denkst nur darüber nach: “Werde ich mir jemals ein Haus leisten können? Werde ich jemals Liebe finden? Werde ich gesund bleiben?” Du siehst den zauberhaften Wald vor lauter Sorgen nicht.

Jemanden

Wir alle verlieren im Laufe unseres Lebens Menschen, sei es durch Distanz, eine Trennung, ungünstige Umstände oder den endlichsten aller Termini: Tod. Manchmal ist es fast unaushaltbar und schmerzt noch mehr, wenn wir die Person, die wir verloren haben, nicht gehen lassen können.  

Wenn zum Beispiel eine Freundschaft oder Beziehung schlecht läuft, haben viele die Intuition, noch präsenter, konfrontativer und aktiver zu werden. Aber das Festhalten an Freund:innen und Partner:innen ist wie das Festhalten von Sand: Je mehr du deinen Griff festigst, desto mehr rutscht er:sie dir durch die Finger. Lerne also, einen Schritt zurückzutreten und deiner:m Freund:in oder Partner:in ihren:seinen eigenen Raum zum Atmen zu lassen. So fühlen sich nach einiger Zeit beide Parteien freier und entspannter, um weitere Schritte zu gehen.

Der Tod Angehöriger hingegen ist ein ganz anderes Ballgame.  Der Trauerprozess ist ein ziemliches Auf und Ab. Wir hätten da einige Tipps und Erfahrungen, wie du den Tod deiner geliebten Angehörigen bewältigst.

Alles Überflüssige

Sei zufrieden mit dem, was du hast. Oder noch besser: Werde los, was du nicht brauchst. Nutze doch die Gunst des neuen Jahres, um ein wenig auszumisten. Die Magazine aus dem letzten Jahrzehnt? Schau sie dir ein letztes Mal an und lass die Nostalgie fließen, aber dann wirf sie weg. Out of sight, out of mind. Du wirst sehen, wie der zurückgewonnene Platz dir unterbewusste Freiheit schenken wird.  

Das Stichwort ist in jedem Fall: Moderation. Davon würden nicht nur du und deine Umwelt profitieren, sondern die ganze Welt. Frag dich regelmäßig: „Was brauche ich wirklich?“ Beim Einkaufen, Feiern oder auch Arbeiten: „Was reicht aus, um meine wahren Bedürfnisse zu befriedigen?“

Schwarzes Loch aus einer Unmenge aus Büchern
„Du wirst feststellen, dass es notwendig ist, die Dinge loszulassen; einfach weil sie schwer sind. Also lass sie gehen, lass sie los. Ich binde keine Gewichte an meine Füße.“ - C. Joybell (Foto: Pexels)

2. Sei achtsam

Achtsamkeit bedeutet im Grunde Geistesgegenwart und Präsenz. Hellwach zu sein, wahrzunehmen was da ist, ohne direkte Wertung. Ja, das klingt erstmal nach Meditieren. Wahrlich, Meditation ist auch die Methode schlechthin, um diese putzgesunde Geisteshaltung zu erlangen. Aber im Alltagsstrudel lässt sich Achtsamkeit in vielen unterschiedlichen Situationen und auf viele verschiedene Arten anwenden.  

Werde dir erstmal bewusst, für welche Dinge du täglich deine Zeit opferst. Was gibt dir Energie, was nimmt dir Energie? Scrollst du ewig und ziellos durch Instagram-Feeds? Macht dir deine Arbeit Spaß? Und wenn nicht, warum ist das so? Sei dankbar für die guten Dinge und eliminiere jene Alltäglichkeiten, die dir im Grunde nur Zeit stehlen und Energie rauben. Fernsehwerbung zum Beispiel.

Uhr ohne Ziffern
„Die einzige Zeit, in der wir wirklich leiden, ist, wenn wir einem Gedanken Glauben schenken, der dem widerspricht, was gerade ist. Wenn der Geist vollkommen klar ist, ist das „was ist“, auch was wir wollen.“ - Byron Katie (Foto: Unsplash/Moritz Kindler)

Versuche, dir aktiv beim Reden zuzuhören. Wörter haben Macht, können aufbauen und zerstören, versauen und beschwören. Sie bilden den Grundstein all deiner Gedanken. Umso wichtiger ist es, darauf zu achten, welche Wörter du benutzt und wie sie gefärbt sind, wenn du mit anderen und mit dir selbst redest. Meinst du, was du sagst? Oder versuchst du manchmal nur, andere zufriedenzustellen? Neigst du zur Übertreibung, weil du dich vor anderen besser darstellen willst? Machst du dir ständig Vorwürfe?  

Um negative Gedanken umzukehren und eine positivere Gedankenwelt zu schaffen, kannst du Affirmationen nutzen. Indem du dir regelmäßig positive Phrasen wie “Ich bin frei von Angst” vorsagst, baust du langsam, aber sicher dein Hirn um. Lies hier, wie du die positive Kraft der Affirmationen zu nutzen lernst.

Worauf du noch achten kannst:  

  • Was du isst, wie du isst. Versuche nicht, währenddessen Videos zu schauen, sondern deine Aufmerksamkeit allein dem Schmecken zu schenken. 
  • Welche Musik du hörst. Sie muss nicht immer positiv sein. Nein, manchmal ist genau das Gegenteil wichtig, um den Frust rauszulassen. Aber beobachte, wie sie auf dich wirkt und welche Gedanken und Gefühle sie in dir aufbringt. 
  • Welchen Menschen du zuhörst. Damit sind auch Medien wie z.B. Podcasts gemeint. Wollen sie das Beste für dich? Sind es authentische Leute mit einer positiven Grundhaltung?

Auf der nächsten Seite geben wir dir einen Bullshit-Detektor und die Bucket-List als Quelle der Inspiration mit auf den Weg!

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