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Mindfulness by Kurvenkratzer

Atemmeditation mit Christine Raab

Meditation ist heutzutage ein ziemlich großes Thema. Gefühlt tun es alle. Doch wie soll man damit starten, wenn man gar keine Ahnung hat wie das geht?

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„Einfach hinsetzen und nichts denken.“ ist immer einfacher gesagt als getan.
Dazu ist es vielleicht erstmal hilfreich zu wissen, dass es ganz viele verschiedene Formen und Arten von Meditation gibt. Die „hinsetzen und nichts denken“ ist sowas wie die letzte Stufe. Dass unsere Gedanken ständig aktiv sind ist im Grunde genommen auch völlig egal. Die Frage ist, was sie mit uns machen. Wenn ich mir ständig Sorgen mache und mir gedanklich sage wie schlecht es mir geht macht das etwas mit mir. Streng genommen kann unser Gehirn gar nicht zu hundert Prozent unterscheiden, ob etwas echt ist oder nicht.

Deshalb spricht man oft von der Kraft der Gedanken. Und genau da setzt Meditation an. Meditieren ist eine Art Geisteskontrolle. Im Yoga hörtman häufig vom „Monkey Mind“. Der Geist ist wie ein Affe, der die ganze Zeit wild hin und her springt. Wir wollen jetzt versuchen diesen Affen etwas zu beruhigen oder “an die Leine zu nehmen” und zu führen. Das erreichen wir mit Meditation. Wir lernen unsere Gedanken, unser Mindset zu beeinflussen.

Zum Starten empfehle ich immer mit körperlichen Übungen zu beginnen. Denn unser Körper ist immer da, wir haben ihn immer dabei und den meisten Menschen fällt es einfacher mit etwas Physischen zu arbeiten.

Starte einfach mal mit einer ganz simplen Achtsamkeitsübung. Setze oder lege dich bequem hin und beobachte einfach für ein paar Minuten dich selbst. Du kannst mit 2 Minuten starten. Stell dir dafür am besten einen Timer.
Und jetzt beobachte einfach nur. Ohne zu werten.

  • Wie sitzt du?
  • Wie fließt dein Atem?
  • Beobachte den Atem. Nimm wahr wie er ganz von alleine in deinen Körper hinein und heraus fließt. Ohne, dass du etwas dafür tun musst.
  • Wie geht es dir in diesem Moment?
  • Spüre in deinen Körper hinein.
  • Wenn Gedanken kommen, nimm sie einfach wahr. Auch hier wieder ohne zu werten.

Versuche nicht, daran haften zu bleiben. Sondern wirklich in die Beobachterrolle zu schlüpfen. Ein bisschen so, als würdest du wen Fremdes von außen beobachten. Lass alles einfach fließen. Den Atem, die Gedanken.

Wenn das gut klappt kannst du die Zeit auch etwas verlängern. Auf 5 oder 10 Minuten. Das ist eine tolle Achtsamkeitsübung, die du jederzeit einbauen kannst. Das ist immer ein schöner Einstieg in die Selbstbeobachtung Wahrnehmung an sich. Die Meditation, die du hier im Video findest, greift schon etwas mehr ein. Wir gehen über das reine Wahrnehmen und Beobachten hinaus und bringen ganz gezielt Fokus rein.
Über das “Atemzüge zählen” kannst du deinen Geist ganz wunderbar steuern. Das hilft zum einen immer wieder bei dir selbst anzukommen, wenn du merkst, dass deine Gedanken sich im Kreis drehen oder du dir selbst blöde Sachen in Dauerschleife erzählst.
Zum anderen hilft es auch sehr dich abzulenken. Ich mache das zum Beispiel gerne bei unangenehmen Untersuchungen wie im MRT oder auch beim Zahnarzt. Durch das gezielte Konzentrieren kann ich das Außen ausblenden.

Probiere es einfach mal aus. Ich empfehle dir jeden Tag zu meditieren. Es muss ja nicht gleich super lang sein. Ein paar Minuten reichen vollkommen um dich ganz bewusst mit dir selbst zu verbinden.

Über die Kolumne
Dass Yoga und Achtsamkeitsübungen hilfreiche Mittel im Umgang mit Erkrankung sind ist schon längst kein Mythos mehr. Was kann ich tun um gesund zu bleiben? Wie kann ich Krankheiten vorbeugen? Aber auch: Wie kann ich mich auf ganzheitlicher Ebene dabei unterstützen wieder gesund zu werden? Das sind die zentralen Fragen, bei denen es sich dabei dreht. Hier lernst du einfache Tipps und Tricks dazu kennen.
Christine Raab ist Yogalehrerin und Human Therapy Professional. Ihre eigene Brustkrebs Erkrankung 2014 hat sie auf diesen Weg gebracht und heute unterstützt sie unter anderem Frauen, die die gleiche Diagnose bekommen haben. Gesundheit und vor allem die Prävention waren schon immer ein großes Thema, auch in ihrer früheren Tätigkeit als Erzieherin. Christine Raab gibt in ihren Büchern und Onlinekursen (www.christine-raab.de) praktische Tipps und macht den Einstieg in die Welt der Yogaphilosophie einfach. Außerdem teilt sie ihr Wissen und Können im eigenen Podcast, auf YouTube, im Blog und auf Social Media.

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