Unter dem Motto „talk about cancer“ beschäftigen wir uns mit den vielen Facetten einer Krebserkrankung.hello@kurvenkratzer.at
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Aus Omas Arzneischrank: Hausmittel gegen Verstopfung
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Bye, bye Verstopfung: Es muss flutschen!

Du sitzt am Klo und strengst dich so richtig an, aber der Darminhalt sträubt sich? Scheiße! Im wahrsten Sinne des Wortes. Blöderweise ist die Verstopfung eine häufige Nebenwirkung der Chemo. Zum Glück gibt es natürliche Hausmittel, die den sturen Darminhalt auf sehr überzeugende Art herauslocken können.

Als wären eine Krebserkrankung und die dazugehörige Behandlung noch nicht genug, gesellen sich wie auf Kommando auch noch nervenaufreibende Nebenwirkungen dazu. Wäre ja sonst langweilig, oder nicht?

Während einer Chemotherapie muss der Körper beinahe unmenschliches leisten. Übelkeit und Erbrechen sind klassische Nebenwirkungen, es kann aber auch das Gegenteil passieren: gar nichts will mehr, sprich Verstopfung (Obstipation). Gegen all diese unangenehmen Nebenwirkungen gibt es Medikamente, die in den meisten Fällen Erleichterung verschaffen können. Trotzdem zahlt es sich oft aus, zuerst auf bewährte Hausmittel zurückzugreifen.

Verstopfung: Ziegelsteine im Darm

Ein gesunder Darm entleert sich mindestens dreimal pro Woche. Im Fall einer Verstopfung kann der Stuhl tagelang nicht ausgeschieden werden, sollte es doch funktionieren, fühlt sich die Entleerung unvollständig an und hinterlässt ein ungutes Gefühl. Dazu kommt noch die Angst, dass der Stuhl im unpassendsten Moment dann plötzlich doch raus will. Blähungen und Bauchschmerzen sind Anzeichen, auf die du achten solltest. Ebenso die Konsistenz deines Verdauten: ist es hart und klumpig wie ein Bricket, ist es an der Zeit, zu handeln.

Verstopfungen können akut auftreten, aber auch zu einer chronischen Beschwerde werden. In manchen Fällen hilft nur medikamentöse Behandlung. Davor zahlt es sich aber aus (sofern mit deinen Ärzt*Innen abgesprochen), natürlichen Hausmitteln eine Chance zu geben. Wir haben die besten für dich zusammengefasst.

Gesundheitserreger Pexels Markus Spiske
Verstopfungen sind belastend. Es gibt allerdings einige Hausmittel, die Linderung verschaffen können.

Ballaststoffe for the win!

Im besten Fall integrierst du verdauungsfördernde Nährstoffe schon in deine ganz normale Ernährung. Das kann dem Risiko einer Verstopfung vorbeugen und somit verhindern, dass du zu akuten Maßnahmen greifen musst. Die beste Adresse, um das Verstopfungsrisiko niedrig zu halten, sind Ballaststoffe. Wer sich ballaststoffreich ernährt, unterstützt seinen Darm bestmöglich bei seiner tagtäglichen Arbeit. Ballaststoffe absorbieren Wasser, das sich in unserem Darm befindet und quellen dadurch auf. Das Ergebnis ist ein geschmeidigerer Stuhl und bessere „Flutschleistung“ auf der Toilette. Grundsätzlich sollten 20g-35g Ballaststoffe pro Tag auf deinem Speiseplan stehen.

 

Pro Tipp

Bitte sprich vorher mit deinem Arzt oder deiner Ärztin über ballaststoffreiche Ernährung, denn sie ist nicht immer der beste Weg und in manchen Fällen sogar kontraproduktiv!

Ballaststoffreiche Nahrungsmittel sind vor allem Getreideprodukte, am besten aus Vollkorn. Es lohnt sich, beim nächsten Einkauf zum Vollkornbrot und den Vollkornnudeln zu greifen! Auch Obst, Gemüse und vor allem Hülsenfrüchte helfen gegen Verstopfung. Getrocknete Pflaumen, Kartoffeln, Erbsen, Bohnen, Linsen, Sauerkraut, Leinsamen,…all diese Zutaten tun ihr Bestes, um dir eine Verstopfung zu ersparen.

In unserem Artikel Scheiße ist, wenn der Furz Gewicht hat! haben wir alles gesammelt, was du schon immer über Kohl und Sauerkraut wissen wolltest 😉 Wie das Superfood dir bei Verstopfungen (und Blähungen!) helfen kann.

Auf der nächsten Seite findest du ballaststoffreiche Rezeptideen und weitere hilfreiche Tipps gegen Verstopfung.

Über die Serie

Renaissance im Medizinschrank: So fortschrittlich die Medizin auch ist, die Natur hat uns ein paar kleine Helferlein geschenkt, die unsere Großeltern schon zu schätzen wussten. Der natürliche Arzneischrank ersetzt zwar keinesfalls die Schulmedizin, die unumstritten Leben rettet, allerdings gibt es einige natürliche Heilmittel, die man unbedingt kennenlernen sollte. Wir stellen euch wichtige Hausmittel vor und geben Tipps.

HINWEIS: Auch Hausmittel können Nebenwirkungen haben und sind nicht generell für jeden geeignet. Bei akuten Beschwerden, die länger als eine Woche andauern oder periodisch wiederkehren, wird die Rücksprache mit einem Arzt empfohlen.

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