Unter dem Motto „talk about cancer“ beschäftigen wir uns mit den vielen Facetten einer Krebserkrankung.hello@kurvenkratzer.at
Der Körper hört mit, wenn der Kopf denkt

Die Macht der Affirmation und wie du sie für dich nutzt

Eine negative Gedankenwelt ist oft die Ursache für viele Probleme, mit denen wir in unserem Leben hadern. Wie wir denken beeinflusst unser Wohlbefinden maßgeblich. Deshalb ist es wichtig zu erkennen, dass positive Gedanken ein wunderbares Instrument für ein gutes Leben sind. Denn Glück und Erfolg fangen im Kopf an.

Positives Denken wirkt sich auf den Körper aus und fördert die Gesundheit. Auch ForscherInnen setzen sich intensiv mit der positiven Wirkung von Gedanken und Gefühlen auseinander.

Bei der Affirmation handelt es sich um eine sehr effektive Technik im Bereich des Mentaltrainings. Mit ihr kannst du deinem Unterbewusstsein eine völlig neue Orientierung geben. Zunächst ändern sich vor allem deine Denkgewohnheiten. Das ist entscheidend, da deine Gedanken deinen Gefühlszustand und letztlich auch deine Verhaltensweisen und Entscheidungen maßgeblich beeinflussen.

Man kennt das aus der Kindheit, aus der Schule aber auch grundsätzlich aus dem Leben: Dinge, die man immer wieder vorgesagt bekommt oder mit denen man regelmäßig konfrontiert ist, prägen unsere Wertvorstellungen und unsere Persönlichkeit maßgeblich.

Oder betrachten wir es so: Wenn du einmal durch ein Feld aus hohem Gras gehst, wirst du kaum langfristig Spuren hinterlassen. Machst du das aber ein paar Wochen lang immer wieder, wird sich ein Trampelpfad formen. Und wenn du diesen Trampelpfad regelmäßig beschreitest, dann entsteht am Ende ein Weg, der bleibt.

Genauso verhält es sich mit deinen Gedanken: Jene Gedanken, denen du dich am öftesten und am intensivsten widmest, werden zu einem festen Bestandteil von dir und beeinflussen deine Gefühle und dein Handeln. Auch, wenn diese negativ sind. Wer also negativ denkt, der fühlt und handelt auch danach und erlebt am Ende immer und immer wieder eine selbsterfüllende Prophezeiung. Klingt logisch, oder?

Du wirst morgen sein was du heute denkst

Eine Affirmation ist im Prinzip ein selbstbejahender Satz, den wir uns selbst immer und wieder vorsagen. Solange, bis wir unsere Gedanken umprogrammiert haben. So wird es möglich, unser Verhalten und unsere Gefühle dauerhaft positiv zu verändern. Wir sollten es uns wert sein, selber gut von uns zu denken und in uns zu vertrauen. Denn wenn wir das nicht tun, wie können wir es dann von anderen erwarten und wie sollen wir etwas schaffen, wenn wir selbst nicht daran glauben, dass es möglich ist?

Es gibt ganz viele unterschiedliche Arten von Affirmationen die du in deinen Alltag integrieren kannst:

  • Affirmationen für Liebe
  • Affirmationen für Selbstliebe
  • Affirmationen für Erfolg
  • Affirmation für Gesundheit
  • Affirmation für Selbstbewusstsein
  • Affirmation für Motivation
  • uvm.

Überlege dir in einem ersten Schritt, welche negativen Gedanken du gerne ins Positive verändern würdest und welche Affirmation dir dabei helfen könnten. Um dir eine bessere Vorstellung davon zu geben, wie die Sätze aussehen könnten, haben wir hier ein paar Beispiele für dich:

“Meine glücklichen Gedanken tragen dazu bei, meinen gesunden Körper zu erschaffen.”
“Heilung findet jetzt statt. Ich nehme meinen Verstand zurück und erlaube der Intelligenz meines Körpers heilend zu wirken.”
“Ich fühle mich stark und gut.”
“Ich bin der Liebe und des Respekts würdig.”
“Ich arbeite ständig daran, meine Ziele zu erreichen.”
“Ich bin mehr als nur meine physischen Eigenschaften.”
“Ich lasse zu, dass Liebe alle Teile meines Körpers durchströmt, reinigt und heilt.”
“Der Tag erfüllt mich mit Energie und Zuversicht.”
“Was auch immer heute passiert, morgen ist ein neuer Tag.”
“Ich finde mein eigenes Glück.”
“Ich liebe meinen Körper und sorge gut für ihn.”

Du kannst natürlich auch deine ganz persönliche Affirmation formulieren. Das kann in manchen Fällen sogar besser funktionieren, als wenn du mit bereits bestehenden arbeitest, da diese für deine Bedürfnisse maßgeschneidert ist.
Sobald du dir deine Sätze zurechtgelegt hast, kannst es losgehen. Egal ob du sie auswendig lernst oder kleine Zettel an ausgewählten Plätzen aufhängst, ob du sie still aufsagst oder laut aussprichst: Die Regelmäßigkeit ist entscheidend. Denn nur durch die Wiederholung kannst du deine Botschaften verinnerlichen.

Deine Leitsätze können dich in einer Minute des Zweifelns bestärken, dir neuen Mut geben und dich auf andere Gedanken bringen. Sie dürfen sich weiterentwickeln und mit dir wachsen. Du darfst sie formen, je nachdem wie du sie brauchst.

Der innere Lügendetektor und warum er hinderlich sein kann

Affirmationen sind kein Allheilmittel. Wenn du dir jeden Tag einredest, 30kg weniger zu wiegen oder der glücklichste Mensch auf der Welt zu sein, das aber nicht einmal ansatzweise deiner aktuellen Situation entspricht, dann wirst du das Gefühl haben, dich selber anzulügen. In so einem Fall kann dir die Affirmation eher schaden, als dass sie dir hilft.

Jeder Mensch entwickelt über die Jahre hinweg ein gewisses Selbstbild, das unter anderem auf seinen Wertevorstellungen, Erfahrungen, Glaubenssätzen und seiner Sozialisierung aufbaut. Dieses Selbstbild ist veränderbar, das geschieht aber nicht von heute auf morgen.

Ein mantraartiges Widerholen utopischer und unglaubwürdiger Sätze funktioniert nicht, wenn sie nicht deiner Erfahrung und deinem Selbstwert entsprechen. Auch wenn du dir noch so oft vor dem Spiegel einredest, dass du ein Vogel bist, werden dir niemals Flügel wachsen (schreibt uns, wenn ihr das Gegenteil beweisen könnt!). Wichtig ist daher, Wünsche und Ziele so zu formulieren, dass man selbst dahinterstehen und sich damit wohlfühlen kann.

Will ein „Ich liebe mich“ also partout nicht funktionieren, kannst du es stattdessen auch mit einem „Ich lerne gerade, mich selbst zu lieben“ probieren. Das wird dir im Moment glaubwürdiger erscheinen und es wird dir leichter fallen, dich Stück für Stück an dein Ziel heranzutasten.

Zu guter Letzt…

Deine Gedanken sind keine Fakten! Du kannst selbst entscheiden, ob du einem Gedanken glauben möchtest oder nicht. Du entscheidest, mit welchen Gedanken du dich beschäftigst. Starte den Selbstversuch und formuliere deine eigenen Affirmationen, die dich auf deinem Weg unterstützen sollen – Wir wünschen viel Spaß dabei und positives Gelingen!

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