Unter dem Motto „talk about cancer“ beschäftigen wir uns mit den vielen Facetten einer Krebserkrankung.hello@kurvenkratzer.at
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Positive Psychologie für ein geiles Leben

Positive Psychologie ist die wissenschaftliche Studienrichtung, die sich mehr um dein Wohl sorgt als jede andere. Der Fokus der Psychologie lag oft nur auf den Dingen, die nicht mit dir stimmen. Das ist heute anders – und wie! Unsere Anleitung zum Glück.

So selten ging es in der Psychologie um Besserung, Optimismus, Langlebigkeit, Entfaltung und Potential. Ist das nicht genau, was emotional stabile Menschen eigentlich brauchen – eine Anleitung zum Besser-, Glücklicher- und Zufriedenerwerden? Die Schönheit des Lebens kann auch eine Wissenschaft sein. Und ja, es handelt sich hier um Wissenschaft – und nicht um New Age Philosophie oder einstudierte Motivationsreden.

Wir bringen dir fundierte Glückseligkeit auf das Anzeigegerät deiner Wahl – in Teil 2 der Glückssaga: Psychologie für ein geiles Leben (brought to you by Kurvenkratzer, Martin Seligman & Thomas Gottschalk).

„Happiness turns out to be the only goal that is an end unto itself. No one wants to be happy in order to achieve other ends.”
Russel Grieger

Verbessern statt reparieren

Alle Menschen auf diesem Planeten haben zwei Dinge gemeinsam: Erstens, überleben zu wollen. Und zweitens, während dem Überleben glücklich zu sein. Wir verbringen also die meiste Zeit unseres Lebens damit (ob bewusst oder nicht), nach Sinn und Glück zu streben. Wie wir in unserem Artikel zur Glücksforschung schon herausgefunden haben, kann die Wissenschaft sehr wohl ein Wegweiser Richtung mentalem Schlaraffenland sein. Und Martin Seligman’s Positive Psychologie bildet da keine Ausnahme.

Kurzer Geschichtseinwurf: Die positive Psychologie in ihrer heutigen Form ist ein recht neues Phänomen. Alles begann anno 1998, als Martin Seligman positive Psychologie zum übergreifenden Thema für seine Amtszeit als Präsident der American Psychological Association wählte. Seligman schnappte sich die Arbeit des humanistischen Psychologen Abraham Maslow (Ja, das ist der Typ, der die Bedürfnispyramide gebaut hat!) als Grundlage, der genauso meinte, dass die Psychologie sich zu weit von ihren ursprünglichen Wurzeln entfernt hätte.

War es nicht eigentlich ihre Aufgabe, unser Leben erfüllender und produktiver zu gestalten? Geisteskrankheiten und Neurosen zu heilen, reicht laut Seligman nicht aus, um eine supadupa Lebensqualität zu erlangen. Auch wenn du deine Depression überwunden hast, kannst du dich immer noch wie eine Statue im Park fühlen. Anders gesagt: Die Abwesenheit von Problemen führt nicht automatisch zur Anwesenheit guter Emotionen. Glücklich zu sein, hängt nicht von einem problemlosen Leben ab. Sondern vielmehr, wie du über die Dinge nachdenkst, die dir so passieren. Siehst du sie als Bedrohung, Herausforderung, Fehler oder als Lernmöglichkeit? So á la “not the problem is the problem. It´s your opinion about the problem”.

Die Permakultur des Glücks ist ein Lebensprojekt
Die Permakultur des Glücks ist ein Lebensprojekt. (Foto: Pexels Anna Shvets)

Permakultur

Die positive Psychologie befasst sich also mit dem Steigern des Wohlbefindens – ist das dasselbe wie Glück? Nicht ganz. Glücklichsein ist ein moment in time. Ein paar Rhymes, um zu sagen: Niemand kann für immer glücklich bleiben. Aber dieses momentäre Glück gedeiht besser auf dem fruchtbaren Boden des Wohlseins (Rhymes Ende). Und dieser fruchtbare Boden wird laut Seligman durch die fünf Säulen des Wohlbefindens und der Potentialentfaltung angereichert. Er fasst sie unter dem Akronym PERMA zusammen – wie die Permakultur. Klingt doch nachhaltig, oder? Nun gut – der Frühling ist da, lasst uns aufblühen!

Auf der nächsten Seite findest du heraus, wofür das “Perma” in Permakultur steht!

Über die Serie

Was ist Glück? Was bedeutet es, glücklich zu sein? Ist Glück eine Veranlagung? Wie wird man glücklich? Existentielle Fragen, die einerseits höchst individuelle Antworten bergen, aber andererseits wissenschaftlich ergründbar sind. Glücksforschung ist ein gut gelauntes Metier der Wissenschaft, das noch gar nicht so lange existiert. Die “positive Psychologie” rückt zum Beispiel die schönen Gefühle in den Mittelpunkt. Und dafür gibt es gute Gründe: Denn vorbeugen ist leichter als heilen, das gilt auch für psychische Erkrankungen. Kaum etwas macht dich so gesund wie eine optimistische Lebenseinstellung!

Also: keine Esoterik, Quacksalberei oder falsche Versprechen. In dieser Serie findest du ausschließlich wissenschaftlich bewiesene Glücklichmacher – inklusive Tipps und Tricks für dein eigenes Wohlbefinden.

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