Unter dem Motto „talk about cancer“ beschäftigen wir uns mit den vielen Facetten einer Krebserkrankung.hello@kurvenkratzer.at
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Schmerztherapie #1
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Schmerzfrei dank Schmerztherapie?

No pain, no gain. Ja, mag vielleicht stimmen. Aber manchmal einfach auch nicht. Nämlich dann, wenn es um Schmerzen geht, die bleiben. Und zwar für immer. Aber wie entstehen Schmerzen, welche Arten gibt es, hilft Schmerztherapie überhaupt und wann müssen Spezialist*innen ran? Viele Fragen. Wir haben die Antworten.

Lasst es uns offen aussprechen. Schmerz ist ein “Pain in the ass”. Auf Deutsch? Schmerz kann einem richtig auf den Sack gehen. Oder auf den Rücken. Oder auf die Knochen und Gelenke. Manchmal auch aufs Herz. Aber das nennt sich dann Herzschmerz und ist wieder eine andere Geschichte. Was wir eigentlich sagen wollen: Schmerz nervt. Und wie. Und er verändert Menschen – auch im Rahmen einer Krebserkrankung.

Schmerz. Was ist das überhaupt?

Für die Schmerzwahrnehmung in unserem Körper sind die Nerven zuständig. Überall, wo Nerven sind, kann also Schmerz wahrgenommen werden. Haare, Nägel und Zahnschmelz sind Ausnahmen. Im korrespondierenden Teil unseres Gehirns wird der Schmerz gespiegelt, bei einem durchtrennten Nerv kann dem Gehirn also keine Wahrnehmung übermittelt werden.

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Die Nerven in unserem Körper sind dafür verantwortlich, ob wir Schmerz empfinden, oder nicht. Foto: Canva

Und wie ist das mit Krebsschmerzen?

Krebszellen wachsen in unserem gesunden Gewebe und zerstören es, wovon man lange nichts merkt. Sonst wäre Krebs selbst ja gar nicht mal SO scheiße, wenn es rein um die Schmerzen geht. Wenn bei der Gewebezerstörung Nerven betroffen sind, offene Wunden entstehen oder ein Tumor sogar Lymphgefäße, Blutbahnen oder  Organe verlegt und dadurch schmerzhaften Stauungen verursacht – wird’s schon etwas ernster.

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Nobody like this pain. Foto: Pixabay/Sarah Loetscher

Arten von Schmerzen

Akute Schmerzen: plötzlich, vorübergehend, z. B. nach einer Operation und bei Verletzungen

Chronische Schmerzen: immer wieder auftretend und über einen längeren Zeitraum

Tumorbedingte Schmerzen: direkt durch Metastasen oder Tumor verursacht (Weichteil-, Knochen, Kapsel-, Organ-, Viszeral- und Nervenschmerzen)

Therapiebedingte Schmerzen: durch medikamentöse Therapie, lokale Schmerzen (Infusion/Injektion) oder Wundschmerzen (nach Operation)

Die sogenannte Schmerztherapie kann dabei helfen. Aber was für eine Therapieform ist das und wann kommt sie zum Einsatz? Mehr dazu auf der nächsten Seite.

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