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Tomate
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Von der Sündenfrucht zum Superfood

Seite 2/2: “Tomaten auf den Augen”, Superfood-Übersicht und zwei Rezepte

Tomaten auf den Augen

Weißt du eigentlich, woher das Sprichwort „Tomaten auf den Augen haben“ kommt? Nein? Dann kannst du in Zukunft mit deinem unnützen Wissen glänzen. Denn hier kommt die Erklärung: Im Mittelalter galt die Tomate in Spanien als Frucht der Sünde. Verrätern, Ehebrechern oder Dieben wurden als Strafe oft Tomaten auf die Augen gebunden – damit jede:r sehen konnte, dass es sich um eine:n Sünder:in handelt. Mit dem unangenehmen Nebeneffekt, dass die Leute nicht sehen konnten, wohin sie liefen.  

Wenn heutzutage jemand etwas offensichtliches übersieht, wird er:sie deshalb oft gefragt, ob man denn Tomaten auf den Augen hätte. Den Tomaten wird damit aber Unrecht getan. Denn Tomaten können die Sehkraft sogar unterstützen. Grund ist das enthaltene Beta-Carotin. Das wird im Körper zu Vitamin A umgewandelt und sorgt für gute Sehkraft. Also wenn dir das nächste Mal jemand vorwirft, Tomaten auf den Augen zu haben, sorg dafür, dass sie lieber schnell im Bauch landen.

Infografik Tomate
Alles, was du über die Tomate wissen musst. Damit du es sogar mit Tomaten auf den Augen lesen kannst. Grafik: Kurvenkratzer

Tomaten haben also tonnenweise gute Inhaltsstoffe. Aufmerksame Leser:innen wissen, dass diese Inhaltsstoffe am besten aus kleingeschnittenen oder erhitzten Tomaten entnommen werden können, also erfüllen unsere Tomatenrezepte jeweils eines dieser Kriterien. Damit du alles Gute aus deinen Tomaten herausholen kannst. Viel Spaß beim Nachkochen! 

Rezept 1: Gefüllte Tomaten 

Du brauchst: 2 frische Tomaten, 2 TL Petersilie, 2 EL Minze, 2 EL Paniermehl, 45g Käse, 2 EL Olivenöl, etwas Chilipulver, Salz und Pfeffer 

Zubereitung: Als erstes wäschst du die Tomaten, schneidest den “Deckel” ab und höhlst sie aus. Das Fruchtfleisch legst du derweil zur Seite. Dann heizt du den Backofen auf etwa 200 Grad vor. Die Tomaten kannst du auf einem Gitter abtropfen lassen. Das Fruchtfleisch kannst du dann klein schneiden, die Kräuter hacken und den Käse reiben (oder du kaufst gleich geriebenen Käse, dann ist das erledigt). Danach vermengst du in einer Schüssel das Fruchtfleisch mit Käse, den Kräutern, dem Olivenöl und dem Paniermehl, und  würzt es im Anschluss gut. Wenn die Mischung fertig ist, gibst du die Mischung mit einem Löffel in die ausgehöhlten Tomaten und setzt den Deckel wieder auf. Zum Schluss setzt du die Tomaten auf ein Backblech gibst sie für etwa 30 Minuten in den Ofen.  

Gabel mit Pasta und einer Tomate darauf
Wir haben dir zwei Rezepte zur Inspiration zusammengestellt. Und die sind kreativer als leere Spaghetti mit einer einzelnen Tomate. Fotocredits: pixabay/Divily

Rezept 2: Nudeln à la Sofia Loren 

Du brauchst: 5-8 EL Olivenöl, ½ Bund Petersilie, etwas Basilikum, Oregano und Thymian, 4 Zehen Knoblauch, 150g Oliven, etwas Mozzarella oder Parmesan, 3-5 reife, mittelgroße Tomaten 

Zubereitung: Du würfelst alle Zutaten klein und vermengst sie mit dem Olivenöl. Pfeffer, Salz und andere Gewürze kannst du nach Belieben hinzugeben und dann muss das Ganze eine halbe Stunde ziehen. In dieser Zeit kochst du deine Nudeln (Spaghetti oder Penne eignen sich für diese Art von Soße am besten). Die frischen, noch warmen Nudeln kannst du direkt in das Gemenge geben, dann alles gut durchrühren und fünf Minuten ziehen lassen, damit die Nudeln die Soße gut aufnehmen können. Guten Appetit.  

Credits:

Titelbild: Pixabay/Foto-Os

Über die Serie

Avocado, Gojibeeren, Acai & Co. Die Rede ist von sogenannten Superfoods, welche den Körper bekanntlich entgiften und das Immunsystem stärken sollen. Wir gehen dem Ernährungstrend und Marketinghype auf den Grund und untersuchen, ob diese wirklich vital- und nährstoffreicher sind als herkömmliche Nahrungsmittel. Wir zeigen euch, welche regionalen Alternativen es zu den Exoten gibt und wie sie euch bei einer Krebsdiagnose gesundheitlich unterstützen können.

In unserer Superfood-Serie findest du nicht nur überraschende Gesundheitsbenefits, spannende Tipps, erstaunliche Fakten sowie den ein oder anderen heißen Kochtipp, sondern auch unsere Kurvenkratzer-Fact-Sheets, mit allen “healthy facts” zu den jeweiligen Superfoods, alle auf einen Blick!

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