Unter dem Motto „talk about cancer“ beschäftigen wir uns mit den vielen Facetten einer Krebserkrankung.hello@kurvenkratzer.at
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Humane Papillomviren (HPV)

Bisher sind mehr als 200 Arten des Virustyps Humane Papillomviren (HPV) bekannt. Einige dieser HP-Viren gelten als Hochrisiko-Viren. Vor allem die Infektion mit HPV 16 oder HPV 18 kann das Risiko für eine Krebserkrankung erhöhen.

Einige Virustypen können einige Wochen nach der Ansteckung zu harmlosen Feigwarzen im Genitalbereich führen. Die Ansteckung mit krebsauslösenden Humanen Papillomviren kann, bei einer länger anhaltenden Infektion, zu Krebsvorstufen oder Krebsarten an Gebärmutterhals, Vulva, Vagina, Penis, After oder im Mund-Rachen-Bereich führen.

Die weltweit häufigste durch HP-Viren hervorgerufene Krebserkrankung ist Gebärmutterhalskrebs. In Deutschland gibt es jährlich ca. 60.000 Fälle von Gebärmutterhalskrebsvorstufen, die durch eine HPV-Infektion ausgelöst werden. Jedes Jahr werden in Deutschland ungefähr 7.800 Krebserkrankungen bei Frauen und Männern durch HPV ausgelöst. In der Schweiz werden jährlich ca. 5.000 Fälle von Gebärmutterhalskrebsvorstufen und rund 250 Fälle von Gebärmutterhalskrebs entdeckt.

Wie wird HPV übertragen?

HPV ist der am häufigsten durch Intimkontakte übertragene Virus. Humane Papillomviren besiedeln vor allem die Haut- und Schleimhäute. Die Ansteckung erfolgt ausschließlich über den direkten Kontakt. Die meisten Erwachsenen stecken sich in ihrem Leben mindestens einmal mit Humanen Papillomviren an. In den meisten Fällen kann das Immunsystem die Erreger besiegen. Die wenigsten Menschen bemerken eine Infektion mit Humanen Papillomviren.

Was schützt vor der Ansteckung mit Humanen Papillomviren (HPV)?

Da sich die HP-Viren auf der Haut und Schleimhaut befinden, also im gesamten Genital- und Analbereich vorkommen, bieten Kondome keinen ausreichenden Schutz vor einer Infektion mit Humanen Papillomviren.

Mittlerweile gibt es eine Impfung, die vor den Hochrisiko-Viren (unter anderem HPV 16 und HPV 18) schützen kann. Dadurch soll das Risiko an HPV-bedingten Krebserkrankungen gesenkt werden. Wissenschaftliche Untersuchungen u. a. in Dänemark und Großbritannien zeigen, dass die Zahl der Infektionen mit Humanen Papillomviren und HPV-bedingten Veränderungen von Gewebe im Genitalbereich zurückgegangen ist.

Welche Risikofaktoren begünstigen die Krebsentstehung nach einer HPV-Infektion?

Warum klingt eine HPV-Infektion bei manchen Menschen ab, ohne dass sie davon etwas merken und warum führt die Infektion mit Humanen Papillomviren bei anderen zu Krebsvorstufen oder Krebs?

In Bezug auf Gebärmutterhalskrebs haben Forschungen ergeben, dass Rauchen, die langjährige Einnahme der Pille (Empfängnisverhütung), die Infektion mit anderen sexuell übertragbaren Krankheiten (Herpes simplex 2, Chlamydien) oder ein geschwächtes Immunsystem die Entstehung von Krebsvorstufen und Krebs nach einer HP-Infektion begünstigen können.

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