Unter dem Motto „talk about cancer“ beschäftigen wir uns mit den vielen Facetten einer Krebserkrankung.hello@kurvenkratzer.at

Annette fragt… Katrin Lange

Irgendwann im letzten Jahr bekam ich eine Nachricht auf Instagram. Eine Katrin wollte sich mit mir übers Autorinnensein austauschen. Sie befand sich damals kurz vor der Veröffentlichung ihres ersten Romans, einer Geschichte über ihre Krebserkrankung während der Pandemie. Also quasi „meine Geschichte“. Diese Frau wollte ich näher kennenlernen, wir kamen in Kontakt und stellten fest, dass es – trotz anderer Lebensumstände – einige Gemeinsamkeiten zwischen uns gab.

Katrin Lange ist fast so alt wie ich, hatte einen Tumor mit denselben Merkmalen wie ich und fand genau wie ich auch im Schreiben den passenden Weg für sich, um mit ihrer Krebserkrankung umzugehen. Beim Lesen unserer Texte stellten wir fest, dass wir an vielen Stellen ähnlich tickten, die eigenen Gedanken und Gefühle wiedererkannten und sogar dieselben Metaphern verwenden. Diese Frau brauchte ich für ein Interview, das war schnell klar.

Freut euch auf ein ehrliches Interview mit einer starken Frau!

Annette: Liebe Katrin, mein Knoten war nicht tastbar, du hingegen hast durch eine Auffälligkeit deiner Brüste bemerkt, dass etwas nicht stimmte. Erzähl doch mal…

Katrin: Ich habe meinen Tumor auch nicht ertastet. Bei mir war die Situation so, dass ich irgendwann nackt vor unserem Ganzkörperspiegel im Schlafzimmer stand und dachte: „Hm, irgendwie sieht meine rechte Brust komisch aus.“ Bis dato waren meine Brüste recht gleich geformt, doch plötzlich hatte die rechte Brust unten an einer Seite eine Art Delle. Später wurde mir erklärt, dass dort durch den Tumor die Haut eingezogen war und dadurch die Delle entstanden ist.

Ich habe auch versucht, einen Knoten zu ertasten, konnte aber keine Stelle als so richtig hart definieren. Nur die äußere Veränderung war mein Indikator, der mich aufhorchen und zu meiner Gynäkologin gehen ließ.

Ich hatte zuvor noch nicht davon gehört, dass Brustkrebs von außen sichtbar sein kann bzw. dass man einen Tumor durch die Verformung der Brust erkennt. Auch dachte ich, dass es immer ein Knoten sei, den man fühlt oder von dem die Ärzte sprechen. Bei mir wurde beispielsweise immer von einer Fläche gesprochen, da das Tumorareal sehr groß war, und nie von einem Knoten.

Annette: Wie ging es dann nach deiner Diagnose weiter? Welche Therapien hast du durchlaufen und wie geht es dir aktuell?

Katrin: Bei meiner Diagnose habe ich damals gefragt, ob mein Krebs heilbar sei und ob ich eine Chemotherapie bräuchte – ich bekam auf beides ein „Ja“ zur Antwort. Demnach habe ich recht schnell innerlich von Schock auf Kampfmodus umgestellt.

Freitags bekam ich die Diagnose und den Montag darauf steckte ich schon mittendrin: Ich musste verschiedene bildgebende Untersuchungen wie Knochenszintigramm und Computertomographie von Lunge und Bauch durchlaufen, um festzustellen, ob der Tumor bereits gestreut hatte. Hatte er zum Glück nicht! Deshalb ging es dann gleich mit den Vorbereitungen für die Chemotherapie weiter: Aufklärungsgespräche beim Onkologen, die Implantation des Portkatheters – eines künstlichen Venenzugangs, über den die ganzen Infusionen verabreicht werden …

Nur drei Wochen nach der Diagnose saß ich schon in der onkologischen Tagesklinik und los ging’s mit Chemo Nummer Eins!

Ich habe eine Chemotherapie kombiniert mit zwei Antikörpern bekommen, da mein Krebs neben anderen Faktoren durch den sogenannten Herceptin2-Rezeptor begünstigt wurde. Die Behandlung dauerte 20 Wochen und zielte darauf ab, den Tumor vor der Brustoperation zu verkleinern, im besten Fall komplett zu zerstören. Vier Wochen nach Ende der Chemo- und Antikörpertherapie wurde ich operiert – eine Mastektomie der rechten Brust, gleichzeitig bekam ich ein Silikonimplantat eingesetzt. Dann Bestrahlung zur Absicherung, dass auch alle Krebszellen abgetötet werden. Und weil ich noch minimale Tumorreste im Brustgewebe hatte, das entnommen worden war, bekam ich anknüpfend an die OP 14-mal im Abstand von drei Wochen das Antikörper-Konjugat T-DM1 als Infusion in der onkologischen Tagesklinik. Dieses Medikament sollte, falls noch irgendwo im Körper vorhanden, auch die letzten Krebszellen und HER2-Rezeptoren vernichten.

Heute nehme ich noch Tamoxifen als Tablette und spritze mir selbst jeden Monat die Zoladex (beides Antihormontherapie). Es steht die Entscheidung an, ob ich zur weiteren Vorbeugung eines Rezidivs von Tamoxifen auf einen Aromatasehemmer wechsle – da muss ich mich aber erst noch weiter informieren.

Insgesamt geht es mir gut. „Neu“ ist für mich seit meiner Krebserkrankung und der ganzen Therapien, dass ich immer wieder mit verschiedener Art an Schmerzen umzugehen lernen muss. Sie halten sich im Rahmen, aber ich kenne das von „früher“ nicht.

Ich hatte 40 Jahr lang ein ziemlich beschwerdefreies Leben.

Daher fühle ich mich gerade in einer Art „Zwischen-Zeit“ zwischen „mit Nachwirkungen und Nebenwirkungen klarkommen“ und „sich wieder in das normale Leben einfinden“. Die Therapie ist das eine, die Psyche das andere. Und letztere braucht einfach länger, um all das Erlebte zu verarbeiten und mit den teilweise neuen Gegebenheiten umzugehen. Dazu gehören auch Ängste und Sorgen, die mal mehr und mal weniger präsent sind.

Annette:  Eine Chemotherapie geht nicht spurlos an einem vorüber, keine Frage. Auch du hattest sicherlich mit einigen Nebenwirkungen zu tun. Wie hast du dich motiviert oder auch abgelenkt, um am Ball zu bleiben?

Katrin: Ich habe mir in den drei Wochen bis zum Beginn der Chemotherapie eine Liste mit Dingen gemacht, mit denen ich mich beschäftigen könnte. Ich wollte unbedingt verhindern, in ein Loch zu fallen. Da ich krankgeschrieben war, hatte ich Zeit.

Auf der einen Seite habe ich die Zeit einfach nur für mich und fürs Gesundwerden gebraucht. Das war meine Hauptaufgabe. Auf der anderen Seite ging es mir den Umständen entsprechend recht gut während der Chemo und ich brauchte irgendetwas zu tun, das mir guttat. Es kam ja hinzu, dass mein Mann und ich aufgrund der Coronapandemie bzgl. des Unterhaltungsprogramms phasenweise auf uns allein gestellt waren sowie auf die eigenen vier Wände beschränkt. Das war schon herausfordernd.

Ich habe durch eigene Ideen aber gleichzeitig durch Geschenke wieder viel von meiner Kreativität reaktiviert, die im normalen Berufsalltag ziemlich verloren gegangen war: Socken stricken, Mützen häkeln, Keramikteller bemalen, die Terrasse gestalten, Weihnachtskarten basteln …. Das hat mir sehr gutgetan.

Und ich bin viel, viel spazieren gegangen – immer, wenn ich körperlich dazu in der Lage war und das Wetter mitgespielt hat.

Annette:  Genauso wie ich hast du deine Krebserkrankung parallel zur Corona-Pandemie erlebt. Kontakte zu anderen wurden sehr stark reduziert. Aber meine drei Kinder hielten mich mit Homeschooling auf Trab und sowieso war dank Homeoffice irgendwie immer jemand im Haus. Du hingegen bist kinderlos. War die Zeit für dich nicht sehr, sehr einsam? Wie hast du den Kontakt zu Freund*innen und Verwandten gehalten?

Katrin: Irgendwann habe ich mal über mein Buch nachgedacht und fand es plötzlich komisch, dass darin so wenig Familie und Freunde „stattfinden“, also gemeinsame Erlebnisse und ähnliches. Doch sie sind darin verewigt und waren eine ganz, ganz wichtige Stütze während meiner Erkrankung. Wegen der Pandemie war die Unterstützung eben eine andere.

Ich habe wahnsinnig viel Post bekommen – von Karten über Briefe bis hin zu Päckchen. Ich glaube, dass wäre unter normalen Umständen ohne Pandemie nicht so gewesen. Wir haben viel telefoniert oder Video-Calls gemacht. Solange das Wetter es zuließ, haben wir uns zu Spaziergängen getroffen.

Mein Mann war auf Kurzarbeit Null und damit auch komplett zuhause. So war ich eigentlich nie richtig allein bzw. längere Zeit alleine. Uns beide hat das Erlebte – Pandemie und Krebserkrankung – noch einmal mehr zusammengeschweißt.

Gefehlt haben mir Umarmungen, eine gehaltene Hand – durch meine Eltern, meinen Bruder, Freundinnen … Gesten, die ausdrücken: „Alles wird gut. Wir sind für dich da.“ Das Knuddeln der Kinder in unserem Freundeskreis habe ich vermisst. All das kann man nicht durch Worte ersetzen. Aber: Es ging ja allen so. Alle mussten während der Pandemie auf vieles verzichten, ihre Kontakte einschränken … Ich glaube, auch das hat mir geholfen, mich mit all dem Negativen meiner Situation nicht allein zu fühlen.

Annette: Ich bin was mein Autorinnensein anbelangt völlig autodidaktisch unterwegs. Du hingegen hast einen Fernlehrgang „Belletristik“. Allerdings brauchte es wohl deine Brustkrebserkrankung als Katalysator, um tatsächlich dein erstes Buch zu schreiben. Wie kam es dazu? Wie bist du beim Schreiben vorgegangen? Welches Ziel verfolgst du mit deinem Buch?

Katrin: Im Alltag gehen Projekte, die mehr Zeit in Anspruch nehmen, oft unter. Ich habe es neben meinem Vollzeitjob nie geschafft, eine Buchidee wirklich kontinuierlich zu verfolgen. Bei dem Belletristik-Lehrgang damals habe ich zumindest in den zwei Jahren regelmäßig geschrieben, es danach aber wieder aus den Augen verloren.

Bei meiner Brustkrebserkrankung habe ich zur eigenen Verarbeitung angefangen zu schreiben. Ich habe Gedanken aufgeschrieben und Gefühle, die ich nicht einordnen konnte. Ich habe versucht, durchs Aufschreiben für mich „Licht ins Dunkel“ zu bringen.

Das begann nach meiner Brust-Operation. Da hatte ich plötzlich Zeit und meine Psyche fing an, die Diagnose, Chemo und OP überhaupt erst zu realisieren. Das Schreiben verselbstständigte sich dann schnell und irgendwann dachte ich, dass ich so viel erfahren und gelernt habe, was anderen vielleicht helfen könnte. So entstand die Idee, meine Aufzeichnungen aus den Notizbüchern in Buchform zu bringen.

Mein Buch bzw. meine Geschichte soll Mut machen. Es soll zeigen, dass es auch gute Verläufe gibt und sich viel in der Therapie von Brustkrebs getan hat. Durch die Gut-zu-wissen-Passagen enthält es außerdem viel Wissenswertes, was Betroffene unterstützen soll, schneller Antworten oder die richtigen Anlaufstellen zu finden. Vielleicht hilft es auch Menschen, die andere Schicksalsschläge zu bewältigen haben, denn ich habe versucht, viel von meiner grundlegend positiven Haltung in Hinblick auf das Leben einfließen zu lassen.

Bisher bekomme ich total schönes Feedback, das mir zeigt, dass mein Buch ein hilfreicher Begleiter sein kann. Über E-Mail, Instagram, als Rezension und sogar über LinkedIn erreichen mich immer wieder sehr herzliche Rückmeldungen. Das macht mich sehr glücklich.

Annette: Das Vorwort zu deinem Buch stammt von Mirja du Mont, wowowow! Wie kam es denn zu dieser prominenten Ehre?

Katrin: Es war tatsächlich ein wenig Zufall… oder sagen wir: Glück! Ich hatte nach einer/m prominenten Unterstützerin oder Unterstützer gesucht, aber es ist natürlich schwierig, an Promis heranzukommen. Auch wenn es sich in den sozialen Netzwerken manchmal so anfühlt, man könne sie direkt anschreiben und bekäme dann prompt Antwort. 😉
Mirja du Mont hatte ich nicht auf dem Schirm, weil ich sie nicht in den Zusammenhang mit dem Thema Brustkrebs gebracht hatte. Ich kannte damals auch noch nicht ihre Geschichte/ihr Buch, in dem sie über ihre Angstzustände und Panikattacken erzählt.

Beruflich hatte ich (ich bin Pressereferentin bei QVC) Anfang 2022 erneut mit Thomas Kleinrahm zu tun. Er ist in der PR- und Promiwelt erfolgreich unterwegs. Da wir uns gut verstehen, habe ich ihn irgendwann um Rat gefragt, ob er noch Ideen hätte, wen ich bzgl. des Vorwortes ansprechen, wer passen könnte.

Tja, und wenn man Thomas um einen Rat oder Unterstützung bittet, dann ist er mit Herz dabei. Für ihn lag es auf der Hand, Mirja zu fragen, denn sie hatte sich bereits bei „Showtime of my life“ für das Thema engagiert. So kam dann eins zum anderen. Mirja hat ohne zu zögern zugesagt und ich freue mich total über ihre Unterstützung.
Ich fand den Gedanken gut, dass Mirja du Mont andere Schicksalsschläge zu bewältigen hatte und wir trotzdem so viele ähnliche Gefühle, Gedanken und Herausforderungen hatten. Das zeigt aus meiner Sicht, dass wir uns alle gegenseitig stärken und helfen können.

Deswegen sage ich auch oft, dass mein Buch nicht nur an von Brustkrebs betroffene Frauen gerichtet ist. Ich glaube, jede/r, die/der Zuversicht sucht oder erfahren möchte, wie andere mit einem Schicksalsschlag umgegangen sind, kann aus meiner sowie vielen anderen Geschichte etwas für sich herausziehen.

Annette: Dein Buch heißt „Bei Gegenwind loslaufen“ und im Buch sprichst von deiner Krebserkrankung als „Marathon“, davon, dass du am Ende deiner Therapiezeit „auf der Zielgeraden“ bist oder dass das Leben nach Krebs quasi ein „Wettkampf vor dem Wettkampf ist“. Was hat es mit diesen Lauf-Metaphern auf sich?

Katrin: Die Idee zum Buchtitel „Bei Gegenwind loslaufen“ und zum Inhaltsverzeichnis, dem „Marathon“, ist originär durch die vielen Instagram-Postings zum Thema „Laufen“ entstanden.

Viele Brustkrebspatientinnen starten aufgrund ihrer Erkrankung mit Lauftraining und posten ihre Erfolge. Ihr Ziel: ein (Halb-)Marathon oder ähnliche Wettbewerbe. Warum? Weil Laufen (regelmäßiger Sport) laut Studien Brustkrebs sowie Rezidiven effektiv vorbeugen kann. Und wenn ich an meine Anschlussheilbehandlung und Reha zurückdenke, hieß es auch dort: laufen, laufen, laufen.

Das Thema „Laufen/Marathon“ aufzugreifen lag nahe und die Phasen auf dem Weg zu einem Marathon erschienen mir passend, um die Etappen einer Brustkrebsbehandlung in übertragenem Sinne zu beschreiben.

Der Titel „Bei Gegenwind loslaufen“ fiel mir irgendwann einfach so ein und ich habe ihn zum Glück in einem meiner Notizhefte aufgeschrieben. Das Inhaltsverzeichnis rund um den Marathon habe ich dann nach und nach beim Schreiben bewusst entwickelt.

Annette: Auf deinem Instagram-Account gibt es einen Beitrag, in dem du von einem „Fuck Cancer“-Armband berichtest, das dich durch deine Therapiezeit begleitete und dann tatsächlich am Ende deiner Reha kaputt ging. Seit meiner Erkrankung bin ich empfänglicher für solche „übersinnlichen Zeichen“. Ich glaube, dir geht es da ähnlich. Hast du durch deine Krankheit mehr Zugang zur Spiritualität gefunden?

Katrin: Hm, darüber muss ich etwas nachdenken. Ich probiere viel aus. Beispielsweise habe ich durch meine Cousine während meiner Krebserkrankung Zugang zum Heilströmen bekommen. Zusätzlich zur Schulmedizin konnte ich mich darauf gut einlassen und glaube, dass es etwas bewirken kann. Ich hätte mich aber nie als Therapie alleine darauf verlassen. Ich meditiere gerne, praktiziere Yoga, um Ruhe zu finden und alle Reize von außen auszublenden. Zählt das zu Spiritualität?

Dass mit dem Armband passte damals so haargenau in die Situation, dass es aus meiner Sicht eine Art Zeichen sein muss. Es hat den Abschluss der Akuttherapie noch einmal besiegelt. In dieser Situation hatte das Geschehene für mich eine Bedeutung bekommen. Ich glaube, ich ticke da ähnlich wie du. Dein Blog-Beitrag zu diesem Thema hat so viele Facetten und in deinem Erlebnis mit den Regenbögen finde ich mich absolut wieder.

Ich glaube aber nicht, dass mich „etwas“ durch mein Leben leitet, ich durch Spiritualität ohne Schulmedizin den Krebs besiegt hätte und auch spirituelle Zeremonien liegen mir nicht.

Sicher bin ich mir, dass ich das meiste in meinem Leben selbst beeinflussen kann, dass das Quäntchen Glück dazugehört und manche Dinge auch manchmal nicht zu erklären sind, sondern sich einfach „fügen“.

Annette: Eine Erkenntnis aus meiner Krise ist, dass ich mein Glas – trotz Ängsten vor einer Wiedererkrankung – von jetzt an halb voll anstatt wie früher halb leer sehe. Du selbst bezeichnest dich als Mitglied von #teamhalbvollesglas. Was hat es damit auf sich?

Annette: Ich sehe das Glas genau wie du als halbvoll an. Diese Einstellung hatte ich schon immer. Ich weiß nicht, woher meine zu 99 Prozent positive Sichtweise auf die Dinge kommt, aber sie ist, seit ich denken kann ein Teil von mir. Ich suche in allem Schlimmen das Positive – und sei es noch so klein.

Schauen wir auf meine Krebserkrankung, hätte ich natürlich gerne auf diese Erfahrung verzichtet. Aber: Meinen Freund und mich hat sie noch enger zusammengebracht und im Mai 2022 in unserer Hochzeit gemündet. Dazu muss man wissen, dass wir 19 Jahre zusammen sind und Ignacio nie viel vom Heiraten gehalten hat. 😉 Und es gibt „Bei Gegenwind loslaufen“. Ein Buch zu schreiben, war schon immer ein Traum von mir, den ich mir mit diesem Herzensprojekt erfüllen konnte und vielleicht einigen Menschen damit sogar noch eine kleine Hilfe sein kann. Ich finde, dass sind schöne Entwicklungen in meinem Leben.

Was mir meine Erkrankung auch gezeigt hat – und wahrscheinlich ebenso die Pandemie: Ich bin stärker als ich dachte! Und das ist eine wahnsinnig hilfreiche Erkenntnis für mich und mein Leben.

Annette: Stell dir vor, eine Frau hat gerade frisch ihre Diagnose erhalten. Welche drei Tipps gibst du ihr mit auf ihren Weg?

Katrin:

  1. Glaub an dich! Du bist stärker, als du denkst.
  2. Lass dir keine Horrorszenarien bzgl. der Therapien einreden. Vieles kann eintreten, muss es aber nicht.
  3. Konzentrier dich auf dich und auf das, was dein Körper dir mitteilt. Halte möglichst jeden negativen Stress von dir fern.

 

Annette: Liebe Katrin, ich danke dir für deine so ehrlichen und offenen Antworten. Ich wünsche dir alles, alles Glück der Welt und hoffe, dass wir weiterhin auch außerhalb der digitalen Krebs-Bubble in Kontakt bleiben. Immer wieder eine Freude, wenn eine Nachricht von dir hereinflattert.

 

Mehr über Katrin findet ihr hier:

Katrin auf Instagram:

Katrin in den Niederrhein Nachrichten

Autorinnen-Porträt bei der „Schule des Schreibens“

Katrin zu Gast im Podcast „Sand im Getriebe

Katrin im QVC-Magazin

 

Hier geht’s zu den anderen schon veröffentlichten Interviews aus der Reihe “Annette fragt…”

 

 

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Ein Zeichen? Katrins Armband zerbricht nach ihrer Akuttherapie

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