Unter dem Motto „talk about cancer“ beschäftigen wir uns mit den vielen Facetten einer Krebserkrankung.hello@kurvenkratzer.at

Krebs ein Arschloch!?

Der Sinn des Lebens ist es, dem Leben einen Sinn zu geben.

Bis heute bin ich überwältigt von all den Zufällen, die keine waren. In den schlimmsten Momenten meines Lebens jemanden an seiner Seite zu haben, der rational eine Aufgabe nach der anderen abarbeitet, ohne in ein emotionales Ungleichgewicht zu geraten, ist bis heute meine Rettung gewesen.
Ebenso am Vortag der Operation. Natürlich war er an meiner Seite, schleppte meine Tasche ins Krankenhaus, ich hinterher. Unwirklich und skurril fühlte sich das an. Denn neben meiner tiefen Dankbarkeit für diesen Mann, der mich ins Krankenhaus brachte, war da noch ein anderes Gefühl. Mit jedem Schritt fühlte ich mich schwerer (tatsächliches Gewicht lag knapp über 50) und entspannter. Erleichterung, angekommen sein, Geborgenheit, Umsorgung und Wertschätzung fallen mir sofort ein, wenn ich an die Tage im Krankenhaus denke.
Ohne Zimmer, ohne Bett und ohne Ansprechpartner saß ich im Flur. Meine Tasche neben mir. Wartend. Auf jemanden, der mich dort abholt, wo ich stehe.
Gefühl: unbeschreibliche Einsamkeit

Das war der Anfang einer neuen Beziehung mit mir.

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