Unter dem Motto „talk about cancer“ beschäftigen wir uns mit den vielen Facetten einer Krebserkrankung.hello@kurvenkratzer.at

7 Minuten Chemo

Ein Worst-Case-Szenario jagt bei mir das nächste. Für mich wird es eng.

Auf meinen Wunsch hin wurde mein Tumor bereits vor Wochen auf eine Exoremierung des Oberflächeneiweißes Trop2 gestestet. Das Ergebnis war leider absolut negativ. Deshalb wird die Therapie mit Sacituzumab Govitecan nicht fortgesetzt.

 

In meiner Lunge ist, wie ihr wisst, viel los.

Ich habe eine Pneumonitis und eine Lungenfibrose, eine Embolie, eine Pneumonie und einen Pleuraerguss. Alles in allem ein bisschen viel für eine Lunge. Meine Sättigung fällt immer weiter und das Atmen fällt mir jeden Tag schwerer. Viel Kapazität hab ich nicht mehr übrig.

Um Schlaf zu finden bekomme ich Tavor und Morphium.

 

Die letzten Tage und Wochen waren viel Warten und hoffen. Das ist jetzt vorbei. Seit heute befinde ich mich wieder in Therapie. Heute Vormittag ist meine Infusion mit Eribulin durchgelaufen. 7 Minuten Chemo. Im Vergleich zu allen anderen Zytostatika geht das zumindest wunderbar schnell.

Bleibt zu hoffen, dass es wirkt.

 

Der Erguss wurde auch sehr erfolgreich punktiert. Ein knapper Liter Wasser befindet sich jetzt in einem Beutel und dementsprechend nicht mehr in meinem Pleuraspalt. Das atmen fällt mir viel leichter. Ich bin positiv überrascht.

 

Ganz ehrlich und um nichts schön zu reden muss man sagen mir gehen die Möglichkeiten aus. Das Eribulin wird mich nicht retten.

Ich plane weitere experimentelle Schritte am UKT, aber bis meine Lunge wieder soweit Ruhe gibt hoffe ich hält es meinen Krebs in Schacht.

 

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